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23.03.2001 - 

"Mission Itelligence" von CSC Ploenzke

Mit Abenteuerspielen auf Bewerberfang

MÜNCHEN (CW) - Mit Beginn der CeBIT 2001 startet CSC Ploenzke ein Online-Spiel, das sich explizit an "IT-Cracks" richtet. Diese sollen sich bei der Lösung der gestellten Aufgaben amüsieren und gleichzeitig dem potenziellen Arbeitgeber zeigen, was sie von ihren Fach verstehen.

"Mission Itelligence" orientiert sich wie schon früher ein ähnliches Spiel von Siemens am mittlerweile totgesagten Konzept der Adventure Games. Dort müssen Spieler knifflige Probleme lösen, um ans Ziel zu gelangen. Während bei prominenten Vertretern dieses Genres wie "Monkey Island", "Gabriel Knight" oder "Grim Fandango" das Bestehen der Herausforderungen Selbstzweck ist, steht bei Recruitment-Versionen mehr auf dem Spiel. Zum einen müssen die Spieler davon ausgehen, dass ihre Performance vom Anbieter mit Interesse verfolgt wird, zum anderen gibt es als zusätzlichen Anreiz Preise zu gewinnen. So winken den Siegern eine Reise nach Mallorca für zwei Personen, Laptops und Handhelds.

Rätselhafter FundDie Geschichte des Spiels, das natürlich Game-Story heißt, bemüht wieder einmal den Titanic-Mythos und ist schnell erzählt: Der Physiker Björn Holgerson gräbt in Stockholm des Jahres 1905 seinen Garten um und entdeckt eine kleine blaue Metallplatte mit einem gelben Symbol. Zunächst weiß er damit nichts anzufangen, aber Jahre später liest er vom Fund einer rätselhaften Maschine in einer Höhle des Death Valley. Sie erscheint den Zeitgenossen als ein Zeugnis außerirdischer Intelligenz. Das handtellergroße Gerät weist auf der Seite einen Schlitz auf, der mit "Insert Power Transmitter" beschriftet ist. Der schwedische Wissenschaftler ist überzeugt, dass er die fehlende Komponente gefunden hat, und macht sich auf nach Amerika, um die Sache aufzuklären. Für die Überfahrt erwischt er ausgerechnet die Titanic, die ihn samt seiner Metallplatte in die Tiefe mitnimmt.

ArbeitsteilungAufgabe der Spieler ist es nun, das Fundstück aus Holgersons Garten vom Grund des Atlantik zu bergen und damit das Geheimnis der unbekannten Maschine zu lüften. Gefragt sind dafür keine Einzelkämpfer. Alle Interessenten werden zu Teams zusammengefasst. Dabei können sich mehrere Teilnehmer gleich bei der Anmeldung zu einer Mannschaft zusammenschließen, für alle anderen übernimmt der Veranstalter die Gruppenbildung. Innerhalb der Teams wird die Arbeitsteilung durch fünf Rollen bestimmt: Projektleiter, Technologiearchitekt, Prozessberater, Anwendungsentwickler und Systemarchitekt. Beim Anmelden müssen sich die Kandidaten für eine dieser Funktionen entscheiden und erhalten gleich zum Aufwärmen eine Reihe von Fragen vorgelegt. Diese bewegen sich zwischen dem Abfragen von Akronymen bei den technischen Profilen und der Auswahl verschiedener Handlungsalternativen in schwierigen Projektsituationen.

Wer allerdings gleich nach diesem ersten Durchgang Auskunft darüber erwartet, wie er abgeschnitten hat, wird enttäuscht - das Spiel verzichtet auf eine Auswertung.

Die momentan zugänglichen Aufwärmrunden geben auch schon einen ersten Eindruck von den ästhetischen Qualitäten des Spiels. Aufgrund der begrenzten technischen Möglichkeiten einer Online-Anwendung bleibt Mission Itelligence zwangsläufig weit hinter dem zurück, was in der Spielewelt inzwischen Standard ist.

Die Grafiken sind 2D, und die ruckeligen "Flash"-Animationen wirken im Vergleich mit den Videosequenzen aktueller Spiele ziemlich kümmerlich. Ähnliches gilt für die feinmotorischen Anforderungen an die Spieler, die sich beim Manövrieren der Tauchkapsel an den Urahn der Adventures "Larry" erinnert fühlen werden.

PersönlichkeitstestEntscheidend ist, wie weit es der nicht gerade eingängige und originelle Plot sowie die grafische Aufbereitung den Mitspielern erlaubt, sich in das virtuelle Abenteuer zu vertiefen - denn diese "Immersion" rechtfertigt vornehmlich den Einsatz von Spielen für die Rekrutierung von Personal. Lassen sich die Teilnehmer in die Realität des Spiels forttragen, so gibt ihr Agieren nach Meinung von Psychologen besonderen Aufschluss auf ihre Persönlichkeit. Dass es dem Veranstalter besonders darum geht, lässt der Zusammenschluss der Spieler zu Gruppen vermuten - auf dem Prüfstand steht damit auch die Teamfähigkeit der Kandidaten.

Mission Itelligence läuft vom 22. März bis zum 14. April 2001. Interessenten können sich unter www.missionitelligence.de anmelden und erhalten dann ihr Passwort per E-Mail zugesandt.