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10.04.1987 - 

DV-Technik als Schwerpunkt beruflicher Bildung:

Mit aktuellem Wissen den Job sichern

NÜRNBERG (CW)-Neue Techniken bestimmen die berufliche Bildung. Dies stellte Heinrich Franke, Präsident der Bundesanstalt für Arbeit (BA) in Nürnberg, nach einem Jahr "Qualifizierungsoffensive" fest. Der Bedarf an Fachkräften mit aktuellem Wissen bleibt hoch, die Förderung der BA - auch als Schutz vor Arbeitslosigkeit - nehmen immer mehr Beschäftigte in Anspruch.

Im letzten Jahr haben 530 000 Arbeitnehmer eine von den Arbeitsämtern geförderte berufliche Bildung begonnen. Das waren 120 000 oder 30 Prozent mehr als 1985. Nach den Worten Frankes lernen vor allem immer mehr Arbeitslose dazu. Sie stellen etwa zwei Drittel aller Teilnehmer der von den Arbeitsämtern geförderten Fortbildungs- und Umschulungslehrgänge. "Die Qualifizierungsoffensive der Arbeitsämter verhindert Fachkräftemangel und beseitigt Arbeitslosigkeit, die aufgrund von Qualifikationsdefiziten entstanden sind", sagte der BA-Chef.

Ein Schwerpunkt der beruflichen Bildung, soweit sie von den Arbeitsämtern finanziert wird, liegt im Metall- und Elektrobereich. Ein knappes Viertel aller neuen Teilnehmer läßt sich hier fortbilden, umschulen oder einarbeiten. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Datenverarbeitung. Franke: "Die Arbeitsämter achten darauf, daß in den einzelnen Lehrgängen der Umgang mit neuen Techniken erlernt wird."

Wie wichtig eine aktuelle berufliche Qualifikation ist, belegte er mit ersten Ergebnissen einer neuen Strukturanalyse der Arbeitslosen und der offenen Stellen. Danach sind sechs von zehn Arbeitslosen beruflich nicht qualifiziert, aber nur drei von zehn Beschäftigten.

Wie der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit ferner darlegte, wendete die Bundesanstalt für die Förderung der beruflichen Bildung (Ausbildung, Fortbildung, Umschulung, Einarbeitung und Unterhaltsgeld) im letzten Jahr insgesamt 5 Milliarden Mark auf. Für das laufende Haushaltsjahr stehen dafür 5,6 Milliarden Mark bereit.

"Die Arbeitsämter mit ihren Qualifikationsangeboten können nur flankierend tätig sein", so Heinrich Franke. In erster Linie sei es Aufgabe der Wirtschaft, ihre Mitarbeiter bedarfsgerecht aus- und fortzubilden.