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01.07.1988 - 

Neuer Mittelstandsrechner verarbeitet 3& und 38 Anwendungen:

Mit AS/400 betont lBM Schrägstrich - Tugenden

MÜNCHEN (ch) - Die Katze ist aus dem Sack. IBM hat den Nachfolger für die Baureihen /36 und /38 offiziell präsentiert. Anwendungssystem (Application System) AS/400 nennt Big Blue die Familie, die sich nach den Worten von IBM-Geschäftsführer Bernhard Dorn für "Einsteiger, Umsteiger und Aufsteiger" empfiehlt.

Gemeint sind als Einsteiger kleinere und mittlere Betriebe, die sich erstmals eine DV zulegen wollen, die Umsteiger kommen vom System /38 (und von der Konkurrenz) und Aufsteiger von der PC - Welt und vom System /36. Generell sieht Dorn als Zielgruppe den Mittelstand (bei extensiver Auslegung des Begriffes) und Filialen oder Abteilungen von Großbetrieben mit eigener Datenhoheit".

Die typischen Anwendungen dieser Klientel spiegeln sich in der Architektur wider: Die AS/400 ist als Datenbankmaschine konzipiert und ähnelt der /38. Daher ist /38-Software Objektcode - kompatibel und kann direkt geladen werden. /36 - Anwendungen sind zuvor neu zu kompilieren. Nach bisherigem Erkenntnisstand wird zur Laufzeit die Datenstruktur der /36 - Anwendung an die AS/400 angepaßt, was gewisse Leistungsverluste nach sich ziehen wird. Die Maschinen lassen sich in drei Betriebsarten betreiben, von IBM "Views" genannt. Zur Auswahl steht je ein /36- und /38 - Modus sowie der Native - Modus. Während sich das Gerät in den beiden ersten Modi wie eine /36 - beziehungsweise /38 - Maschine darstellt, schöpft erst der Native -Modus alle Möglichkeiten der AS - Architektur aus.

Die AS/400 - Familie besteht aus sechs Modellen in zwei verschiedenen Gehäuseformen (Daten siehe Kästen). Die Rechenleistungen betragen nach IBM - Angaben etwa das Fünffache eines Systems /36 oder das Doppelte eines Systems /38, jeweils im Vergleich der Spitzenmodelle. Etwas Besonderes haben sich IBMs Experten hinsichtlich des Betriebssystems ausgedacht: Die neue IBM - Schöpfung, OS/400, ist zu keinem existierenden Betriebssystem kompatibel. Dafür enthält OS/400 bereits eine relationale Datenbank als integrierten Bestandteil. Zu den unterstützten Sprachen zählen neben RPG (in der Variante RPG/400) auch Cobol, und eine Einbindung in die System Anwendungs Architektur SAA soll im OS/400 - Native - Modus stattfinden; wie weit sie gehen soll, ist noch nicht völlig klar.

Die Geräte enthalten in der Grundausstattung eine Datenstationssteuerung zum Anschluß von ASCII- oder Twinax - Terminals und einen Prozessor für zwei Kommunikationsleitungen zu je 64 Kilobit je Sekunde. Über eine dieser Leitungen läuft auch die ECS - Unterstützung (Electronic Customer Support). Anbindungen an Token - Ring - LANs sind ebenfalls vorgesehen. Über diese LANs lassen sich PCs, Workstations oder auch weitere AS/400 - Maschinen anschließen. Die Übertragungsrate beträgt in diesem Fall bis zu 4 Megabit je Sekunde.

Alle Geräte lassen sich optional mit unterbrechungsfreien Stromversorgungseinheiten ausstatten. Die Auslieferungen sollen im August anlaufen. Je nach Ausstattung bewegen sich die Preise zwischen 38 000 und einer halben Million Mark.