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23.03.1979 - 

Forschungsgruppe "DV-Wirkungen" der Uni Hamburg sucht Kontakt zu Praktikern:

Mit Benutzerfreundlichkeit endlich Ernst machen

HAMBURG (CW) - Am Computereinsatz wird in den Medien, aber auch bei den Beschäftigten in Büro und Verwaltung zunehmend Kritik laut. Die Ursachen dafür sind vielfältig, und die Unternehmen müssen allmählich darauf reagieren, schon um entstehende Reibungsverluste aufzufangen. Informatik und Betriebswirtschaftslehre setzen sich bereits seit längerem mit diesem Problem unter dem Schlagwort "Benutzerfreundlichkeit" auseinander. Diese Überlegungen müssen jedoch aus dem universitären "Elfenbeinturm" heraustreten und die Idee der Benutzerfreundlichkeit in DV-Praxis umgesetzt werden.

Die Forschungsgruppe DV-Wirkungen am Fachbereich Informatik der Universität Hamburg versucht für die hier aufgezeigte Problematik praxisorientierte Lösungen zu entwickeln. Dabei kann sie auf eine mittlerweile über vierjährige Forschungserfahrung zurückgreifen. In dieser Zeit hat sie zunächst stärker theoretisch orientierte Beiträge zu den unerwünschten Auswirkungen geleistet.

Seit einem Jahr konzentriert sich die Gruppe darauf, technische und organisatorische Spielräume zur Steigerung von Benutzerfreundlichkeit bei existierenden Anwendungen der Elektronischen Datenverarbeitung aufzuzeigen. Das Forschungsvorhaben wird im Rahmen des 3. DV-Programms des BMFT unter der Projektträgerschaft der GMD gefördert.

Zweck ist es, ein formalisiertes Verfahren zur benutzerorientierten Systemrevision (BENORSY) zu entwickeln. Es will die für die Revision Verantwortlichen sowohl beim Erkennen der Mängelursachen als auch bei deren praktischer Behebung unterstützen. Zugleich beabsichtigt BENORSY, die Kritik des Benutzers am DV-System und möglicherweise vorhandene Verbesserungsvorschläge aus der Sicht seines Arbeitszusammenhanges miteinzubeziehen. BENORSY konzentriert sich dabei auf die Aufgabe der Ursachenanalyse und -lokalisation, das heißt auf das Kennzeichnen der Merkmale mangelnder Benutzerfreundlichkeit und auf die im Systemdesign liegenden Ursachen.

Der Stand der Forschung und die große Vielfalt der angewandten DV-Systeme gestatten nicht die Entwicklung eines Instruments, das generell auf alle Arbeitsplätze mit Computereinsatz anwendbar ist. Deshalb soll es in erster Linie für Massendaten-verarbeitungssysteme gestaltet werden. Hierbei werden insbesondere solche Arbeitsplätze betrachtet, bei denen zur Abwicklung von Kundenkontakten Computerunterstützung herangezogen wird.

Um den Anforderungen der Praxis gerecht zu werden, will die Forschungsgruppe Softwarehäuser und Unternehmensberatungen auffordern, sich an der Fortentwicklung des Instruments zu beteiligen. Gedacht ist weiter daran, daß ein interessiertes Haus BENORSY im Rahmen seines Produkt- und Dienstleistungsspektrums in die Vermarktung einbezieht.

Die Forschungsgruppe glaubt, daß mit der Konzeption BENORSY einem wachsenden Bedürfnis der Unternehmen Rechnung getragen wird. Darüber hinaus ist es in der Lage, den Benutzer in seinen Problemen mit dem Computereinsatz zu unterstützen. In diesem Sinne bedeutet BENORSY ein Beitrag zur Humanisierung der Arbeitswelt.

Kontaktadresse: Universität Hamburg, Fachbereich Informatik, Forschungsgruppe DV-Wirkungen, Schlüterstraße 70, 2 Hamburg 13