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09.07.1999 - 

"Aus uns sind Persönlichkeiten geworden"

Mit Brief und Siegel: Erste Absolventen in neuen IT-Berufen

Von Helga Ballauf* Die ersten Fachinformatiker schließen ihre Berufsausbildung ab. Erst im Herbst 1997 wurden die neuen IT-Berufe eingeführt. Lehrzeit: Drei Jahre. Bei der Unternehmensberatung CSC Ploenzke und der Lufthansa Systems profitierten 46 Auszubildende von der möglichen Lehrzeitverkürzung.

Daß Anja Hofmann vor 1997 eine Ausbildung als mathematisch-technische Assistentin begonnen hatte, um dann auf einen der neuen IT-Lehrberufe umzusatteln, hat sie nicht bereut. Mittlerweile betreut die Fachinformatikerin in der Marketing-Abteilung von Lufthansa Systems das Intranet: "Die neue IT-Ausbildung hat viele Vorteile, weil man weniger an den Computer und ans Programmieren gebunden ist." Für Hofmann war entscheidend, auch betriebswirtschaftliche Zusammenhänge, Teamarbeit und Präsentationstechniken zu lernen. "Auf diese Weise habe ich während der Ausbildung gemerkt, daß meine Stärken in der Organisation und Konzeptentwicklung liegen und weniger im Software-Engineering, wie ich anfangs dachte." Natürlich läuft nicht alles glatt, wenn für ein neues Berufsbild erst Ausbildungspläne und Prüfungsaufgaben entwickelt werden müssen. "Wir hatten viel damit zu kämpfen", sagt die Fachinformatikerin, "aber wir konnten uns auch einmischen und Vorschläge machen." Ausbildungsleiter Ralf Klasner wertet die erste Qualifikationsrunde bei Lufthansa Systems als "vollen Erfolg". Deutlichstes Zeichen: Das Unternehmen wird die Zahl der Lehrstellen für Fachinformatiker ab Herbst 1999 verdoppeln.

Bei CSC Ploenzke haben die ersten 28 Absolventen den Stoff in eineinhalb Jahren bewältigt. Einstiegsvoraussetzung war und ist Fachhochschulreife oder Abitur. Dafür bietet die Unternehmensberatung den jungen Fachkräften, die IT-Systeme nach Kundenwunsch weiterentwickeln und die Anwender in allen Phasen unterstützen, "nach der Ausbildung die gleichen Karrierechancen wie Hochschulabsolventen", behauptet Firmensprecher Klaus-Michael Erben.

Markus Detering ist einer der Fachinformatiker, die diese Chance nutzen. Dank zusätzlicher Firmenseminare - von Informationstechnik bis zur Rhetorik - war die Prüfung zu schaffen, sagt er. Entscheidend sei die projektorientierte Arbeit in Betrieb und Berufsschule gewesen: "Aus uns sind Persönlichkeiten geworden, die sich hinstellen und vor Publikum ein Arbeitsergebnis präsentieren können", betont der Azubi-Sprecher bei CSC Ploenzke.

*Helga Ballauf ist freie Journalistin in München.