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28.10.1994

Mit Bundling zur einheitlichen Installationsbasis Notes soll als Zugpferd vor Smartsuite gespannt werden

FRAMINGHAM (IDG) - Von der Lotus Development Corp. erwarten US- Marktbeobachter in den kommenden Tagen die Ankuendigung eines Notes-Smartsuite-Bundlings. Die bislang erfolgreich vermarktete Groupware-Entwicklungsplattform soll dem eher traegen Absatz des integrierten Bueropakets auf die Spruenge helfen.

Lotus und Wordperfect muessen sich ihrer Staerken besinnen, um bei den Office-Produkten gegen die alles vereinnahmende Konkurrenz von Microsoft antreten zu koennen, hatte Borland-Chef Philippe Kahn noch vor wenigen Wochen auf einer DV-Fachtagung angemahnt. Die Novell-Division praesentierte mittlerweile ihre erste Bueroloesung

"Perfect Office", bei der neben einer voellig neu strukturierten Arbeitsweise vor allem die Integrationsmoeglichkeiten in Netware als Zugpferd eingesetzt werden (siehe dazu CW Nr. 42 vom 21. Oktober 1994, Seite 16).

Derzeit noch nicht offiziell angekuendigt ist eine vergleichbare Lotus-Strategie, wobei der Notes-Hersteller in Smartsuite seine angestammten Groupware-Staerken nutzen will. In den USA liessen unternehmensnahe Quellen allerdings schon recht detaillierte Informationen ueber ein kuenftiges Bundling durchsickern. Demnach wird der Preis einer Notes-Smartsuite-Lizenz mit rund 800 Dollar gut 20 Prozent unter dem Betrag liegen, der fuer den separaten Erwerb beider Produkte ausgegeben werden muesste.

Das Office-Paket wird standardmaessig mit einem Notes-Client gebuendelt, die Server-Version von Notes ist optional. Beigepackt sind einige Notes-Applikationen, die speziell zur Integration von Smartsuite-Komponenten in die Groupware entwickelt wurden. Dazu gehoeren ein Kontakt-Manager, verschiedene Tools zur Verwaltung unterschiedlicher Dokumente und Dateitypen sowie Werkzeuge zum Informationsaustausch zwischen einer Notes-Datenbank und der Suite.

Kritiker bemaengeln, dass Lotus ausser diesen Applikationen keine weitergehenden Moeglichkeiten zur Integration von Notes, Smartsuite und anderen Anwendungen bereithaelt. Der Datenaustausch via Lotus FX sei zwar mit verschiedenen Applikationen moeglich, als wirkliche Integration koenne dieser Link jedoch nicht bezeichnet werden. Ausserdem wolle Microsoft in der naechsten Office-Version ebenfalls die FX-Technik unterstuetzen.

Eine moegliche Strategie hinter dem Lotus-Bundling wird deshalb auch in Sachen Installationsbasis vermutet: Da Notes- und Smartsuite-Anwender derzeit noch selten identisch sind, soll das Paket zunaechst einmal fuer einen gemeinsamen Kundenstamm sorgen, um dann eine Zielgruppe fuer die aufwendige Entwicklungsarbeit integrierter Applikationen abstecken zu koennen.