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23.03.1990 - 

Cleveres Eingabemedium schafft Bedienkomfort

Mit Calcomp-Produkt Wiz hat der Anwender SAA in der Hand

MÜNCHEN (jm) - Ein lupenreines SAA-Produkt ist das Paket aus Maus und Grafiktablett der Lockheed-Tochter Calcomp natürlich nicht. Aber möglicherweise stellt es eine Alternative für eingabegestreßte Anwender dar, um Softwareapplikationen durchsichtiger in der Handhabung zu gestalten.

Die Kombination aus Hard- und Software mit Namen "Wiz" faßt die Funktionen einer Maus und die Möglichkeiten eines Grafiktabletts zusammen. Die für jede von "Wiz" unterstützte Applikation optional erhältlichen Wechselschablonen gewährleisten eine erhebliche Arbeitserleichterung für den Anwender.

Jede Schablone bildet die Befehlsoberfläche eines Software-Paketes - verschiedenfarbig codiert und nach programmlogischen Gesichtspunkten zusammengefaßt - ab. Funktionen, die im eigentlichen Anwendungsprogramm nur durch mehr oder weniger tiefe Menüstaffellungen oder durch Makrobefehle auszuführen sind, lassen sich mit einem Anklicken initialisieren. Für den Anwender werden so unterschiedliche Softwarepakete und deren Befehlsstrukturen sehr viel durchsichtiger - eine Forderung, die durch IBMs SAA-Konformität eingelöst werden soll, und durch die Hard- und Softwarekombination von "Wiz" im Prinzip erreicht wird.

Über einen einfach erlernbaren und mausgestützten Makroeditor kann der Anwender darüber hinaus in seiner täglichen Arbeit oft wiederkehrende Arbeitsschritte speichern und auf der Software-Wechselschablone in einem der hierfür vorgesehenen Benutzerfelder definieren. Die linke und rechte der drei Maustasten lassen sich ebenfalls programmieren.

Bislang ist "Wiz" auf 35 Software-Anwendungen in Englisch und zehn Applikationen in deutscher Sprache angepaßt worden. Hervorzuheben ist, daß sich auch Programme wie Lotus 1-2-3, die von Haus aus keine Mausunterstützung bieten, über das Calcomp-Produkt steuern lassen. Die Palette von Anwendungen reicht von Textverarbeitungen wie Word und Wordperfect unter anderem zu Tabellenkalkulationen, integrierten Paketen, CAD- und Präsentationsgrafik-Software, und bis zu DTP-, Computerkunst- und Animationsprogrammen. Die Unterstützung weiterer Software wird vorbereitet.

"Wiz" läuft auf IBM-PCs und hundertprozentig Kompatiblen, sowie auf Macintosh-Rechnern unter DOS 2.1 bis 4.X, Windows 2.1 und höher, sowie unter Hypercard. Es belegt 30 KB Speicher, die sich in das Extended Memory auslagern lassen. Mindestens zwei Diskettenlaufwerke und eine serielle Schnittstelle benötigt "Wiz" zum Einsatz. Die Maus mit Fadenkreuzlupe wartet mit einer Auflösung von 1000 dpi auf. Ein "Wiz"-Paket umfaßt die Maus, das Grafiktablett, eins der drei Betriebssystem-Templates, einen 25-auf-9-Pin-Adapter und einen Gutschein für das Tableau einer Softwareanwendung nach Wahl. Es kostet 650 Mark. Jede weitere Software-Schablone verkaufen die drei mit dem Vertrieb beauftragten Firmen Access, München, Mensch und Maschine, München und PC-Mac Connection im schweizerischen Letzikon für etwa 150 Mark. Ein optionaler Zwei-Tastenstift wird für zirka 250 Mark vertrieben .

Calcomp gewährt auf das Produkt fünf Jahre Garantie. Das Unternehmen gab ferner bekannt, daß ab Mitte 1990 ein sogenannter "Template-Builder" vertrieben werde. Mit diesem könne der Anwender die für seine speziellen Anwendungen notwendigen Anpassungen zur Arbeit mit "Wiz" selber kreieren. Der Preis hierfür stand noch nicht fest.