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17.12.1999 - 

Vom Betriebssystem bis zur Tabellenkalkulation

Mit dem Computerführerschein fit für die Datenautobahn

von Ingrid Weidner* Der PC-führerschein ist vor allem in den skandinavischen Ländern weit verbreitet und in vielen Bereichen eine Eingangsvoraussetzung für die Arbeitswelt. In Europa verfügen über 200000 Menschen über die "European Computer Driving Licence" (ECDL). Inzwischen setzt sich das Zertifikat auch in Deutschland immer mehr durch.

Der Europäische Führerschein geht auf eine Initiative des Council of European Professional Informatics Societies mit der EU zurück. Die Qualifikation setzt sich aus sieben Modulen zusammen. Dazu gehören die theoretischen Grundlagen der Informationstechnik, Computerbenutzung und Betriebssystem-Funktionen, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbanken, Präsentation und Grafik sowie Informations- und Kommunikationsnetze.

Zwar beziehen sich diese Kenntnisse nicht auf ein bestimmtes Produkt, so Guido Knauf von der Dienstleistungsgesellschaft für Informatik (DLGI), in der Praxis sind aber die Kenntnisse der Microsoft-Produktpalette, vor allem von Office, am stärksten nachgefragt. Die DLGI ist der Gesellschaft für Informatik angeschlossen und kümmert sich um die Umsetzung, Information und das Marketing des EDCL in Deutschland.

Gleichzeitig entwickelt sie die Inhalte weiter und vergibt die Lizenzen für Prüfungszentren. Mittlerweile gibt es dort auch Anfragen von Firmen, Star Office oder Lotus Notes in das Kurscurriculum aufzunehmen.

Für die Computerfahrerlaubnis sind in allen sieben Teilbereichen Prüfungen notwendig. "Verbindlich ist nur die einheitliche Prüfung bei einem anerkannten Prüfungszentrum", so Knauf. Wie sich die Interessenten die Kenntnisse aneignen, ist ihrer Eigeninitiative überlassen, denn es sind keine verbindlichen Kurse vorgeschrieben.

Den Lernenden stehen zwei Möglichkeiten offen: ein mehrwöchiger Vollzeitkurs bei einem autorisierten Bildungszentrum oder das Selbststudium. Hierfür hat M2S ein interaktives Lernprogramm entwickelt, das alle Bausteine des Computerführerscheins enthält. Das Besondere ist, daß die Lernenden direkt im Originalprogramm die einzelnen Lernschritte umsetzen können. Zu Beginn des Programms steht ein Einstufungstest, um schon vorhandene Kenntnisse zu berücksichtigen. Übende mit Vorwissen überspringen bekannte Lerninhalte, denn überflüssige Wiederholungen reduzieren meist die Motivation. Allerdings setzt M2S auf die Microsoft-Produktpalette.

Das Angebot des ECDL richtet sich an Angestellte aller Berufsgruppen, die mit dem Computer arbeiten. "Es eignet sich aber auch für Frauen, die nach einer Familienpause wieder in den Beruf einsteigen möchten. Nach 40 bis 100 Stunden Selbststudium können sich die meisten Lernenden zur Prüfung anmelden", so Gabriel Ternes, Bildungsberater von M2S. Mit 360 Mark ist die CD-ROM mit dem Lernprogramm durchaus erschwinglich. Für die Prüfung an einem autorisierten Trainingscenter kommen noch zwischen 50 und 100 Mark dazu. Informationen zum Computerführerschein gibt es im Internet unter http://www.ecdl.de und http://www.m2s.com.

Mehr Lebensqualität durch IT

Die Integrata Stiftung, Tübingen, vergibt zum ersten Mal den "Dr. Wolfgang Heilmann-Preis für humane Nutzung der Informationstechnologie". Themenschwerpunkt ist "Telelearning, Aus- und Weiterbildung in einer vernetzten Welt". Der Preis ist gedacht für herausragende praxisorientierte Beiträge der Informationstechnik zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsqualität. Das Preisgeld von 10000 Euro kann auf bis zu drei Preisträger verteilt werden.

Die Ausschreibungsfrist läuft bis zum 24. März 2000. Themen der nächsten Preisausschreiben sind Wissens-Management sowie Telemedizin. Nähere Auskünfte sind erhältlich unter der Telefonnummer 07071/409-243 sowie im Internet unter http://www.integrata-stiftung.de.

*Ingrid Weidner ist freie Journalistin in München.