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28.08.1998 - 

Taktischer Sieg über Microsoft im Networking Business

Mit der Auslieferung von Netware 5.0 hat Novell im September die Nase vorn

Am 20. September ist es soweit. Novell läutet mit der weltweiten Auslieferung von Netware 5.0 endgültig das TCP/IP-Zeitalter im Enterprise Networking ein. Mußten sich die Anwender in der Vergangenheit mit einer mehr oder weniger gelungenen TCP/IP-Implementierung herumärgern, so verfügt der jüngste Sproß der Netware-Familie nun über eine native IP-Unterstützung. Eine Änderung, die Betreiber großer Netzinstallationen begrüßen, da sie sich nicht mehr mit einem Protokollmix aus SPX/IPX und TCP/ IP auseinandersetzen müssen.

Netware kommt mit neuen NDS

Neben dieser Neuerung dürfte für viele Anwender vor allem der verbesserte Kernel des Betriebssystems und das überarbeitete Speicher-Management interessant sein. Ferner zählen zu den Goodies der Version 5.0 eine neue Version der Novell Directory Services (NDS), das Management-Utility "Zenworks" sowie eine Einstiegsversion der Oracle-Datenbank "Oracle 8.0".

Während das englische Release ab 20. September weltweit erhältlich ist, müssen sich Anwender, die eine deutsche Version bevorzugen, noch bis Anfang November gedulden. Offen ist auch, wieviel die deutsche Variante kostet. Bei Novell Deutschland heißt es lediglich, daß sich die Anwender an ihren Distributor wenden sollen. Bekannt ist dagegen der Preis für eine englische Fünf-User-Lizenz. Sie kostet 1195 Dollar.

Mit der pünktlichen Auslieferung von Netware 5.0 hat Novell nicht nur einen ersten Schritt getan, um das Vertrauen der User zurückzugewinnen, sondern auch einen taktischen Sieg über Microsoft errungen. Analysten zum Beispiel von der Gartner Group gehen nämlich davon aus, daß Microsoft nicht vor 1999 eine voll funktionsfähige Betaversion des Windows NT Server 5.0 zum Test freigibt. Ein Zeitfenster, das No- vell die Möglichkeit eröffnet, mit seinem funktionierenden Verzeichnisdienst unzufriedene NT-Anwender zurückzuerobern. Zumal sich viele Anwender beschweren, daß die Verwaltung der NT-Domänen sehr zeitaufwendig und damit teuer sei. So schätzt denn auch Bob Sakakeeny, Analyst bei der Aberdeen Group in Boston, den Mehraufwand für die Administration von NT-Domänen auf 30 bis 40 Prozent.