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26.04.2005

Mit der Kraft der zwei Kerne

Intel und AMD haben Dual-Core-Prozessoren vorgestellt.

Beide CPU-Hersteller haben sich beeilt. Am Ende hatte Intel knapp die Nase vorn. Allerdings kommen sich die Rivalen zunächst nicht ins Gehege; denn Intels erster Dual-Core-Prozessor ist ein Modell für Highend-Desktops, während AMDs Gegenstück auf das obere Server-Segment zielt.

Als erster aus 15 Dual-Core-Projekten Intels ist der "Pentium Extreme Edition 840", getaktet mit 3,2 Gigahertz, marktreif. Dazu gehört der Chipsatz "955X Express". Der Prozessor kostet 999 Dollar, das Chipset 50 Dollar. Intel bietet ein komplettes Motherboard an. Durch Intels Hyper- threading-Technik kann jeder CPU-Rechenkern zwei Befehle parallel ausführen. Mithin kann eine CPU, entsprechend ausgelegte Programme vorausgesetzt, vier Software-Threads gleichzeitig abarbeiten. Workstations, die mit dem Doppelkern-Prozessor ausgestattet sind, haben Alienware, Dell und Velocity Micro angekündigt.

Was macht die Konkurrenz?

Der Rivale AMD richtet sich mit seinen ersten Dual-Core-CPUs an die Hersteller von Servern mit vier und mehr Prozessoren. Die "Opteron"-Modelle 865, 870 und 875 sind mit 1,8, zwei und 2,2 Gigahertz getaktet. Jeder Rechenkern verfügt über 1 MB exklusiven Cache-Speicher. Ihr Preis beträgt 1500, 1270 beziehungsweise 2650 Dollar. Je nach Anwendung soll ihr Durchsatz um 30 bis 90 Prozent höher sein als bei vergleichbaren Single-Core-Prozessoren.

Sun Microsystems hat sogleich das Acht-Wege-System "Sunfire V40z" angekündigt. Es arbeitet mit vier Opteron-CPUs des Typs 875 und 16 GB Arbeitsspeicher. Der Server soll die zweieinhalbfache Rechenleistung eines vergleichbaren Vier-Wege-Systems mit Single-Core-Prozessoren bringen. Der 32- und 64-Bit-fähige Rechner unterstützt Windows, Linux und Solaris. Sein Preis beträgt 38 995 Dollar. Allerdings ist auch ein Upgrade von bestehenden Servern möglich, die mit einem Single-Core-Opteron arbeiten. Es ist daher davon auszugehen, dass Sun demnächst auch eine Dual-Core-Variante des Zwei-Wege-Systems "Sunfire V20z" anbieten wird. Hewlett-Packard ist der erste Anbieter, der die neuen Dual-Core-Opterons auch in Blade-Servern verwenden wird. Das Modell heißt "BL45p". Es ist eine Variante des Blades "BL40p", enthält aber statt der vier Intel-Xeon-CPUs genau so viele Opteron-Prozessoren des Typs 870. Der neue Kompakt-Server ist nur noch halb so breit wie der Xeon-Vorgänger, so dass vier Blades in ein Chassis von 10,5 Zoll Bauhöhe passen. Außerdem liefert HP den Server "Proliant DL585" demnächst mit den neuen Opterons aus, wobei die Wahl zwischen allen drei Prozessortypen besteht.

AMD wird im Juni dieses Jahres die Opteron-Typen 265, 270 und 275 folgen lassen, die auf die Klasse der Ein- oder Zwei-Wege-Systeme ausgelegt sind. Sie haben die gleiche Taktrate und Cache-Ausstattung wie die 800er Typen, sind aber mit Preisen von 850 bis 1300 Dollar deutlich günstiger. IBM hat bereits eine Workstation für 3D-Grafikanwendungen angekündigt. Die "Intellistation A Pro 6217" ist mit zwei 2,2 Gigahertz schnellen Opteron 275 und 16 GB Hauptspeicher ausgestattet.

Auch im Bereich der PCs setzt AMD auf Dual-Core-Prozessoren, ohne allerdings die bisherigen CPUs mit einem Rechenkern vom Markt zu nehmen. Die neuen Prozessoren heißen "Athlon 64x2", und es gibt sie in vier Varianten. Die Typen 4800+ und 4600+ sind auf 2,4 Gigahertz getaktet; Ersterer aber hat 1 MB Cache pro Core, während Letzterer mit zweimal 512 KB auskommen muss. Der gleiche Unterschied bei der Cache-Ausstattung prägt die Athlon-64x2-Typen 4400+ und 4200+, die beide mit 2,2 Gigahertz Taktfrequenz arbeiten. Preise sind noch nicht bekannt. Zu einem späteren Zeitpunkt soll die FX des Athlon 64, die sich hauptsächlich an Computerspieler richtet, ebenfalls mit zwei Rechenkernen arbeiten. (ls)