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10.03.1995

Mit drastischen Preisrueckgaengen darf gerechnet werden Sundisk schraubt Kapazitaet von Flash-Speicherkarten auf 175 MB

MUENCHEN (CW) - Flash-Speicher gewinnen - auch dank neuer Applikationen - zunehmend an Bedeutung. Bei steigendem Absatz und staerkerer Konkurrenz kann der Anwender mit guenstigeren Preisen fuer Speicherkarten rechnen, wie die Analysten der Dataquest Inc. prognostizieren.

Die Marktforscher der Dun & Bradstreet-Tochter erwarten, dass sich schon in diesem Jahr die Preise fuer Flash-Speicherkarten drastisch nach unten bewegen werden. So soll die 1-MB-Karte, die 1994 in den USA fuer 110 Dollar zu haben war, in diesem Jahr nur mehr 75 Dollar kosten. Fuer 1996 erwartet Dataquest einen Preis von 50 Dollar, der 1998 auf 30 Dollar gesunken sein soll.

Aehnlich stellt sich die Situation bei den 10-MB-Speichern dar: 1994 musste man rund 570 Dollar dafuer ausgeben, in diesem Jahr 320 Dollar und 1996 nur mehr 190 Dollar. In drei Jahren wird der Wert bei 90 Dollar liegen. Dass die Dataquest-Schaetzung eher konservativ ist, zeigt sich am Beispiel der 40-MB-Karten, die 1994 fuer 1750 Dollar zu haben waren und 1995 fuer knapp 1000 Dollar angeboten werden sollen.

Nun legte die Sundisk Corp. die Messlatte fuer die Speicherkapazitaet von Flash-Karten auf 175 MB. Zwar verlangen die Kalifornier aus Santa Clara dafuer zirka 3245 Dollar, aber die kleinere Schwester mit 80 MB ist schon fuer 1760 Dollar zu haben - der Preis, den man 1994 fuer die halb so grosse Karte hinlegen musste.

Leon Malmed, als Vice-President bei Sundisk zustaendig fuer Marketing und Verkauf, begruendet die Entwicklung der hochkapazitativen Flash-Karten mit Anfragen aus der Flugzeug- und Telekommunikationsindustrie. "Insbesondere bei industriellen Applikationen muessen unsere Kunden grosse Datenvolumina oder umfangreiche Anwendungsprogramme speichern, und sie benoetigen dafuer die Vorteile der Flash-Technologie wie Zuverlaessigkeit, Unempfindlichkeit und Schnelligkeit bei geringer Stromaufnahme."

Die neuen Flash-Karten kommen in Kapazitaeten von 80, 110 und 175 MB, die sich mit Datenkompressions-Software jeweils verdoppeln lassen. Nach Herstellerangaben werden damit erstmals Flash-Karten mit PCMCIA-Typ III ausgeliefert. Unterstuetzt wird auch der ATA- Industriestandard. Die neuen Karten sind 100prozentig kompatibel zu den Sundisk-Flash-Speichern vom Typ II und verwenden auch die gleichen 16-Bit-Flash-Memory-Chips. An der Sundisk Corp., die kuerzlich eine OEM-Vereinbarung mit Motorola ueber den Vertrieb der Speicher geschlossen hat, ist Festplattenhersteller Seagate mit 25 Prozent beteiligt.

Bereits Mitte des Jahres will die Fuji Photo Film Co. Ltd. ihre ersten Flash-Karten auf den Markt bringen. Die japanische Firma beschloss gerade den Einstieg in das lukrative Geschaeft und hat dabei neben dem Notebook-Markt auch Spezialanwendungen wie Still- Video-Kameras im Auge. Die Kapazitaeten der Fuji-Speicher werden zwischen 2 und 24 MB liegen. Auf welchem Speicherchip die Karten beruhen, war von Fuji in Kleve nicht zu erfahren.