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18.03.1983 - 

Verstärkte Automatisierung in der tschechischen Wirtschaft:

Mit Eigenentwicklungen Importe reduzieren

MÜNCHEN (CW) - Ihr Produktionsvolumen soll die elektronische Industrie der CSSR im siebenten Fünfjahresplan (1981 bis 1985) um 40 bis 60 Prozent steigern. Damit könnten, so der Informationsdienst " CSSR Wirtschaft intern " die Exportfähigkeit des Maschinenbaues erhöht und gleichzeitig die bislang noch erforderlichen Importe in diesem Bereich reduziert werden.

Es ist geplant, die Herstellung von Bestandteilen für die Elektronik, Optoelektronik und Mikroelektronik bis 1985 auf das Dreifache zu erhöhen. Das Tesla-Werk in Brno entwikkelte bereits einen Elektronenlitographen, der mit Hilfe eines Elektronenbündels in Siliziumplättchen integrierte Schaltkreise zeichnet, die sich aus Hunderttausenden von Elementen zusammensetzen.

Die Werke für Industrieautomatisierung in Prag und das Telsa-Werk in Kolin haben inzwischen die Produktion elektronischer Systeme für numerisch gesteuerte Werkzeugmaschinen aufgenommen. In anderen Tesla-Werken werden bipolare und unipolare integrierte Schaltkreise, Halbleiterdioden und Leistungstransistoren in einer Vielzahl von Typen hergestellt.

Auch die tschechoslowakische Maschinenbauproduktion soll im laufenden Fünfjahresplan um etwa 35 Prozent gesteigert werden. Der Plan sieht vor, dieses Ziel fast ausschließlich durch höhere Arbeitsproduktivität zu erreichen.

In den Maschinenbaubetrieben der CSSR wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche neue automatische Fertigungsstraßen installiert. Ein bedeutender Hersteller solcher Fertigungsstraßen ist das TSO-Werk in Kurim. So lieferte das Unternehmen eine Fertigungsstraße, in der verschiedene Teile für Waggonfahrgestelle hergestellt werden. Die Ausbohreinrichtungen dieser 340 Tonnen schweren Anlage ermöglichen Bohrungen mit einer Genauigkeit von zwei Tausendstel Millimeter.

Die EDV-Anlagen, die für die Automatisierung erforderlich sind, werden zum großen Teil bereits vom tschechoslowakischen Maschinenbau selbst produziert. Anlagen der mittleren Rechentechnik werden im Betrieb Zßvody prumysloé automatizace in Prag hergestellt, während die Betriebe für Rechentechnik in Banskß Bystrica Minirechner produzieren, die zur Steuerung technisch-wissenschaftlicher Prozesse bestimmt sind. Dem gleichen Zweck werden auch die Mikrorechner dienen, deren Produktion gegenwärtig vorbereitet wird.

In jüngster Zeit intensivierten die Tschechen ihre Bemühungen, eine eigene leistungsfähige Roboterindustrie aufzubauen, um eine verstärkte Automatisierung der Produktionsprozesse in der Industrie zu erreichen. Erste Voraussetzungen für eine Serienfertigung von Industrierobotern wurden bereits im Fünfjahresplan von 1976 bis 1980 geschaffen. Insgesamt stehen bisher acht verschiedene Robotertypen für die Serienproduktion sowie mehrere Industrie- Automatisierungshilfen zur Verfügung.

Bis zum Jahre 1985 sollen etwa 3000 Automaten und Manipulatoren im Maschinenbau zum Einsatz kommen. In der zweiten Hälfte der achtziger Jahre dürfte die Anzahl derartiger Anlagen bereits auf weit über 30 000 Stück ansteigen. Der größte Produzent von Robotern und Manipulatoren in der CSSR ist der Beitrieb Zßvody prumyslove automatizace in Presov, der Roboter mit einer Tragfähigkeit bis zu 32 Kilogramm und einfachere Manipulatoren für Gewichte bis zu 63 Kilogramm entwickelt.