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11.03.1994

Mit Free-Licence gegen SAP angetreten KHK trimmt Finanzsoftware auf Client-Server- und Objekttechnik

MUeNCHEN (CW) - KHK Software bringt eine objektorientierte Finanzsoftware und ein neues Vertriebskonzept auf den Markt. Mit "X-Line" als einer Art Mini-R/3 und dem "Free-Licence"-Verfahren will der Anbieter gegen die SAP antreten.

"Wir wollen Marktfuehrer werden", verspricht KHK-Geschaeftsfuehrer Karl-Heinz Killeit vollmundig. Um das Ziel zu erreichen, hat er in die Entwicklung der X-Line 25 Millionen Mark investiert. Im Ergebnis erwartet die KHK-Kunden ein offenes objektorientiertes System. Die Finanzsoftware ist jedoch kein Endkundenprodukt.

Unter Free-Licence versteht KHK "einmal kaufen, beliebig oft weiterverkaufen". Das Modell uebertraegt die KHK Software GmbH & Co. KG aus ihre PC-Software-Linie. Es richtet sich an kleine und mittelstaendische System-und Softwarehaeuser, "die von Individualloesungen auf plattformunabhaengige Loesungen mit grafischer Benutzeroberflaeche umsteigen wollen". Ein Modul kostet rund 80 000 Mark pro Betriebsstaette. Danach werden keine weiteren Lizenzgebuehren faellig.

Neben dem Sourcecode sowie KHK-spezifischen Klassen und Libraries wird auch die Entwicklungsumgebung Smalltalk 80 von Parcplace Systems ausgeliefert. Dazu kommen eine Version Informix SE sowie ESQL/C. Alternativ kann der Vertragspartner die objektorientierte Datenbank HP Open ODB fuer den Einsatz auf der Rechnerfamilie HP 9000 Serie 700 und 800 waehlen.

Wesentlich fuer die Ablauffaehigkeit unter DOS, Windows, Windows NT sowie OS/2, auf Apple-, DEC-, Sparc- und HP-Rechnern ist die Binaerkompatibilitaet. Die Applikationen muessen nicht portiert oder angepasst werden. Fuer jede Plattform stellt Smalltalk eine virtuelle Maschine bereit, die systemunabhaengigen Zwischencode in prozessorabhaengigen uebersetzt. Das Look and feel bleibt dasselbe.

Der Nachteil dieser Smalltalk-Loesung im Vergleich mit C++-Loesungen liegt, wie Thilo Schmid, Entwicklungsleiter der X-Line einraeumt, in Einbussen bei der Performance. Allerdings komme es beim Buchen nicht unbedingt auf den Durchsatz an.

Die Oberflaeche erlaube, "Analogien aus der realen Welt" zu verwenden. So koenne ein Anwender etwa per Maus eine Kartei mit einem Druckersymbol verbinden, um den Druck eine Karteikarte auszuloesen. Mitte des Jahres, also spaeter als geplant, wird KHK die Module Rechnungswesen, Fakturierung und Personalwirtschaft ausliefern.