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05.06.1981

Mit gleichem Personal größeren Mengenabsatz - aber weniger Gewinn:Gestraffte IBM geht Mittelstands-Markt an

STUTTGART (nw) - "Kräftig gewachsen" ist eigenen Angaben zufolge die IBM Deutschland GmbH Stuttgart, im abgelaufenen Geschäftsjahr. Sie schaffte ein Umsatzplus von 786 Millionen oder 11,9 Prozent auf 7,380 Milliarden Mark. Zu verdanken ist das gegenüber dem Vorjahr (plus 4,4 Prozent) verbesserte Ergebnis nicht zuletzt den Schwestergesellschaften: Der Exportumsatz stieg um 25,1 Prozent auf 2,725 Milliarden Mark. Dagegen nimmt sich die 5,4prozentige Steigerung des Inlandsumsatzes relativ bescheiden aus.

Weitere Wachstumschancen sieht IBM, wie der Vorsitzende der Geschäftsführung Professor Walther A. Bosenberg betonte, vor allem bei den mittelständischen Unternehmen, bei denen der Einsatz von Datenverarbeitung zunehmend an Bedeutung gewinne. Der Auftragseingang sei in den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres "sehr gut" gewesen. Die Kapazitäten von IBM werden derzeit ausgebaut.

Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 155 Millionen Mark auf 5675 Millionen Mark. Der Bilanzgewinn dagegen sank um 110 Millionen Mark auf 1112 Millionen Mark. Daß der Jahresüberschuß von rund 589,7 Milliarden (448,0) dennoch so passabel ausfiel, ist unter anderem auf die Gründung einer IBM Deutschland Pensionskasse VVA.G. zurückzuführen. Bei ihr wurden Rückdeckungsversicherungen durch die IBM Deutschland Unterstützungskasse GmbH abgeschlossen.

Die Umstellung der Pensionsrückstellungen brachte einen Schub in der Zuweisung von rund 100 Millionen Mark. Außerdem forderte die US-Mutter ihren Tribut: Die Gewinnausschüttung, die jeweils mit dem Finanzbedarf der Muttergesellschaft abgestimmt wird, wurde mit 700 (323) Millionen Mark mehr als verdoppelt. Die Investitionen der IBM Deutschland wurden 1980 weiter um 9,3 Prozent auf 1,340 Milliarden Mark aufgestockt. Nach wie vor hat IBM mit einer überaus lebhaften Nachfrage zu kämpfen. Die Produktions-kapazitäten platzen aus den Nähten. So wurden weitere Fertigungsprozesse zu Lieferanten verlagert. Der Auftragseingang 1980 war wieder "hervorragend". Besonders bei den großen und mittleren Systemen der Datenverarbeitung sowie im Bereich Text- und Datensysteme wollten immer mehr Anwender ein IBM-System.

Die 1979 in Rationalisierung und Modernisierung investierten Gelder haben im abgelaufenen Jahr bereits Früchte getragen . So stagnierte die Zahl der Mitarbeiter mit 26 362 (26487) - die verbesserte Produktivität habe "gegriffen". Innerbetrieblich wechselten über 700 Mitarbeiter den Arbeitsplatz.

Ausruhen will sich IBM auf seinen "Lorbeeren" auch in Zukunft nicht. Allein an den Anstrengungen, die im Marketingbereich unternommen werden - wie Personalaufstockung im Vertrieb - ist zu erkennen, daß der Branchenriese auch künftig um jedes Prozent Marktanteil kämpfen will.