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Geocaching: Freizeitplanung mit Satellitenunterstützung


09.05.2003 - 

Mit GPS auf Schnitzeljagd

MÜNCHEN (mb) - Vor rund drei Jahren, kurz nachdem die Clinton-Regierung die künstliche GPS-Signalverschlechterung entfernt hatte, entstand mit Geocaching ein neues Hobby. Die Möglichkeiten der Satellitennavigation nutzen inzwischen immer mehr Menschen für die moderne Schnitzeljagd.

Ziel des auch als "GPS Stash Hunt" bekannten Freizeitspaßes ist das Aufspüren eines Verstecks oder Cache ("Käsch") mit Hilfe eines GPS-Empfängers. Als Anleitung dienen dabei lediglich die genauen Koordinaten und verschlüsselte Hinweise, die Mitspieler auf einschlägigen Websites hinterlegt haben. Bei der Auswahl des Ortes sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt: Einige Schätze können buchstäblich im Vorbeifahren aufgespürt werden, andere setzen eine mehrstündige Wander- und Kajaktour voraus, beziehungsweise erfordern gar Steigeisen oder Schnorchel. Zur Zielgruppe zählen unter anderem Computer- und andere Technikbegeisterte, Motorrad- oder Autofans, Naturburschen sowie Eltern, denen jedes Mittel recht ist, um ihre Kinder ins Freie zu locken. Mit so genannten Rätsel-Caches, die auch zu Hause vom Sofa aus aufgespürt werden können, wurde ferner an notorische Stubenhocker und Regentage gedacht.

Dank der internationalen Verbreitung können findige Zeitgenossen inzwischen auch in Andorra, der Antarktis, Saudi-Arabien oder Venezuela auf Beutejagd gehen. Bei dem Zentralorgan der Bewegung, Geocaching.com, sind weltweit über 50000 Caches gemeldet, mit 1275 Verstecken ist auch hierzulande für Abwechslung gesorgt.

Der Einstieg in das Hobby ist relativ billig: Ein GPS-Empfänger, der zu Beginn vollkommen ausreicht, ist für 150 bis 200 Euro erhältlich, wenngleich Enthusiasten schnell in einen Navigationscomputer mit Features wie eingebaute topografische Karten oder Sprachnavigation investieren.

GPS-Gerätehersteller und die Fremdenverkehrsindustrie registrieren die neue Freizeitbewegung mit Wohlwollen. Versuche, die Geocaching-Gemeinde mit hoch dotierten Gewinnspielen zu ködern, blieben bislang jedoch weitgehend aus. So besteht die meist in einer Tupperware- oder Blechdose verborgene Beute in der Regel aus einem Logbuch zum Eintragen des Funds sowie allerlei billigem Krimskrams, etwa Schlüsselanhänger, Bleistiftspitzer und Ähnlichem. Um späteren Schatzjägern den Spaß nicht zu verderben, so eine wichtige Spielregel, dürfen nur ein oder zwei Gegenstände entnommen und müssen durch andere Kleinigkeiten ersetzt werden.

Eine originelle Beigabe in den Behältern sind so genannte Travel Bugs oder Anhalter. Auch diese Gimmicks darf der glückliche Finder mitnehmen, allerdings nur, um sie ihrer weiteren Bestimmung zuzuführen. Diese kann - je nach Aufgabe - im Erreichen eines bestimmtes Landes oder gar einer Rundreise über verschiedene Caches liegen. Inzwischen ist in den USA eine Abwandlung des Spiels entstanden: Beim Ecoscavenging werden die Schatzsucher zu einem landschaftlich reizvollen Ort gelockt, der gleichzeitig die Belohnung darstellt. (mb)

Links:www.geocaching.de

www.geocaching.com

www.navicache.com

www.physalia.de