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05.08.1994

Mit Hilfe eines Datenbank-Benutzersystems Unternehmensdaten finden den Weg zum Desktop der User

Fuer Anwender bedeuten Downsizing und Client-Server-Architektur mehr "Individuelle Datenverarbeitung" (IDV). Das Ziel heisst, so Frank Hoppe*, direkte und bedarfsgerechte Auswertung und Analyse von Daten am PC, de facto also die unmittelbare Praesenz von Informationen auf dem Desktop des Sachbearbeiters oder Managers.

Banken und Versicherungen, Handel und Industrie fordern Loesungen ein, um flexibel im Wettbewerb agieren zu koennen. Deshalb ist die Tendenz zur Organisation der Datenverarbeitung gepraegt von zwei Entwicklungen, die sich gegenseitig ergaenzen: Downsizing und Client-Server-Architekturen.

Downsizing spiegelt die gewandelten Organisationsstrukturen in den Betrieben wider. Damit einher geht eine Dezentralisierung von Arbeitsprozessen, die dem einzelnen Anwender an seinem Computerarbeitsplatz mehr Verantwortung abverlangt, aber auch Werkzeuge an die Hand gibt, mit denen er Produktivitaet und Effektivitaet seiner Taetigkeit erheblich steigern kann. Der Benutzer erhaelt dadurch eine fundierte Datenbasis fuer schnelle Entscheidungen.

Ziel von Client-Server-Architekturen ist es, offene Systeme zu vernetzen und eine einheitliche unternehmensweite DV-Struktur zu etablieren. Nicht mehr die starre Verwaltung von Daten steht im Vordergrund, sondern ein rascher Zugriff auf Informationen, die sich auf Entscheidungen im gesamten Unternehmen auswirken. So heterogen die Anforderungen in den unterschiedlichen Abteilungen sind, so flexibel muss das System auf diese Anforderungen reagieren koennen.

Die Umstellung von einer zentralen auf eine dezentrale Struktur wirft die Frage auf, welche Komponenten des alten Systems sich uebernehmen und sinnvoll mit den neuen kombinieren lassen. Denn die Anpassung der alten Software an das neue System kann, verglichen mit der Einfuehrung vollstaendig neuer Programme, Zeit und Kosten sparen.

Dezentralisierung

und Stabilitaet

Hier tauchen jedoch einige Probleme auf: zum einen der reibungslose Transfer vorhandener Datenbestaende, zum anderen die Sicherheit gegen unberechtigte Zugriffe auf dem offenen System. Darueber hinaus muss gewaehrleistet sein, dass sich auch grosse Datenvolumina sowie hohe Benutzer- und Transaktionszahlen bewaeltigen lassen.

Deshalb verlangt der Markt nach Endanwender-Werkzeugen, die sowohl der Dezentralisierung der Informationsprozesse als auch der Stabilitaet des uebergeordneten DV-Systems Rechnung tragen. Idealerweise bieten diese Tools eine Schnittstelle zwischen den unternehmensweiten Datenhaltungssystemen und den Benutzern an den Arbeitsplaetzen.

Ein solches Datenbank-Benutzersystem sollte den Zugriff auf gaengige relationale Datenbank-Management-Systeme (RDBMS) von einem Windows- oder OS/2-PC aus erlauben. Ein offenes Konzept erfordert vom Datenbank-Tool die Unterstuetzung standardisierter Schnittstellen, Datenformate und Netzprotokolle. Treiber fuer den Datenbankzugriff sind bei den Datenbank- und bei Drittanbietern erhaeltlich.

Als datenbankunabhaengiges Interface kristallisiert sich ODBC heraus. Die Microsoft-Schnittstelle sollte heute von jedem Datenbank-Tool unterstuetzt werden, waehrend sich fuer die Netzsoftware Protokolle wie TCP/IP und Netbios eignen.

Allerdings darf der Arbeitsablauf der User nicht durch hohe Anforderungen an das Bedienungs-Know-how unterbrochen werden. Die Software dient dem Anwender, nicht umgekehrt.

Die Ergebnisse der Abfrage muessen sich problemlos in die gewohnte PC-Office-Umgebung

(Textverarbeitung und Tabellenkalkulation) einfuegen lassen, um eine direkte Bearbeitung und Analyse zu gewaehrleisten. Gleichzeitig ist aber auch Ruecksicht auf die Sicherheitsanforderungen des Unternehmens und des DV-Gesamtsystems zu nehmen. Die Vergabe und vor allem das Eingrenzen von Benutzerrechten sollten integrale Bestandteile des Datenbank- Benutzersystems sein.

Dieses Konzept vereint Kosten-, Nutzen- und Sicherheitsaspekte in sich: Wenn die Einarbeitungszeit gering ist, entstehen niedrige oder gar keine Schulungskosten. Dem Investitionsschutz dient ein Front-end, das beim Wechsel des RDBMS beibehalten werden kann.

Individuelle Datenverarbeitung mit Standardsoftware: Das sind zwei Postulate, die sich nur durch intelligente, auf den Benutzer anpassbare Systeme einloesen lassen. Darin liegt eine Herausforderung fuer Softwarehaeuser.

*Frank Hoppe ist Geschaeftsfuehrer der Hoppe Software GmbH, Kassel.