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01.03.1996 - 

Umstrukturierung der deutschen Dependance fraglich

Mit interner Neuordnung sucht Microsoft Anschluss ans Internet

Nur zwei Monate, nachdem Microsoft-Chef Bill Gates beteuert hatte, keine eigene Internet-Einheit einfuehren zu wollen, macht der Softwaregigant mit einer umfangreichen Neuordnung der internen Zustaendigkeitsbereiche von sich reden - zugunsten eines forcierten Engagements im Internet. "Wir wollen plattformunabhaengige Internet-Produkte kuenftig schneller auf den Markt bringen", begruendet Microsofts Vice-President der Platforms Group, Paul Maritz, die Kehrtwende in Gates' Strategie. Ted Julian, Research Manager in Sachen Internet beim Marktforschungs-Institut International Data Corp. (IDC), Framingham, Massachusetts, sieht denselben Handlungsbedarf: "Es besteht kein Zweifel darueber, dass Microsoft bis dato im Internet-Geschaeft hinterherhinkte."

Anstatt der bislang vier Unternehmensbereiche Business-Systeme, Endverbrauchersysteme, Entwicklungs- und Personalsysteme sollen kuenftig nur noch drei Hauptabteilungen agieren: Desktop- und Business-Systeme, Endverbraucher-Plattform sowie Internet- Plattform und Werkzeug-Division. Der letztgenannte Bereich soll unter Fuehrung von Senior Vice-President Brad Silverberg Client- Software, Entwicklungs-Tools sowie Server-Produkte rund um das Internet erstellen und vermarkten. Gleichzeitig fasst Microsoft die bislang separaten Bereiche Plattformen und Business-Systeme zusammen, um die Entwicklung beziehungsweise das Marketing fuer Windows 95, Windows NT sowie die Server-Suite Back-Office voranzutreiben.

Konkret kuemmert sich die Internet-Truppe um den Microsoft-eigenen Internet-Browser, einen geplanten Kommerz-Server sowie "Sweeper", ein Software Development Kit, das es Entwicklern erleichtern soll, Internet-Kompatibilitaet mit Applikationen und Tools zu gewaehrleisten. Zudem werden die traditionellen Entwicklungs-Tools wie Visual Basic oder C++ in Silverbergs Verantwortungsbereich uebergehen.

Die in der US-Zentrale Microsofts in Angriff genommene Restrukturierung hat auf die deutsche Niederlassung bislang keine Auswirkungen. Nach Informationen von Bernhard Grander, Pressereferent der deutschen Filiale ist eine Umorganisation der Dependance in Unterschleissheim ungewiss. Kommunikationsprobleme zwischen der deutschen Niederlassung und der US-Zentrale wegen der Neuordnung schliesst der Sprecher nicht aus.