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21.12.2001 - 

Was wurde eigentlich aus ... ?

Mit Java ein Schritt näher zum E-Government

Mit einer intelligenten Java-Smartcard für alle EU-Bürger ließen sich einige Verwaltungsprozesse erheblich straffen. In den vergangenen 18 Monaten entstand in europäischer Verbundarbeit ein Prototyp, der in drei Städten getestet wurde - mit positivem Ergebnis. Von Eva-Katharina Kunst*

Das mit rund drei Millionen Euro geförderte Projekt "Fasme" (Facilitating Administrative Services for Mobile Europeans) war mit dem Ziel angetreten, administrative Prozesse europaweit zu vereinfachen (siehe CW 4/00, Seite 47): Eine Ummeldung per Karte erspart dem Bürger den Behördengang und ist für Verwaltungen effizienter sowie kostengünstiger.

Der Prototyp einer solchen Karte wurde in den Stadtverwaltungen von Köln, Newcastle/England und Grosseto/Toskana getestet - mit positiver Resonanz: Die Kombination aus einem Datenformat in XML, Kryptochips und biometrischen Verfahren erwies sich als praxistauglich. Allerdings war zur Erkennung von Fingerabdrücken ein externes Gerät nötig, da bislang noch kein Sensor auf der Karte aufgebracht ist.

Zudem belegte eine begleitende Fragebogenaktion der Universität Amsterdam die hohe Sensibilität der Bürger für das Thema Sicherheit. So lautete der Tenor: Die Karte wird akzeptiert - aber nur dann, wenn die Protokolle der Prozesse existieren und die Datensicherheit gewährleistet ist.

Teile des Fasme-Konsortiums wollen nun die Kartenfunktionalität erweitern und zu einem sicheren Zugriffsmedium auf E-Services-Basis machen. Beispielsweise soll sie im Rahmen eines Trust-Centers für digitale Signaturen evaluiert werden. Um die Tests auf eine breitere Basis zu stellen, werden sich weitere Städte - wohl aus Spanien und Belgien - beteiligen.

Einem flächendeckenden Einsatz der Javacard steht aus technischer Sicht nichts im Weg, so Projektleiter Karl-Heinz Erkens. Allerdings mangle es noch am politischen Willen zur Umsetzung: "Den entscheidenden Schub bekäme die Smartcard, wenn sie gleichzeitig als europäische Identitycard fungieren würde." (qua)

*Eva-Katharina Kunst ist Journalistin in Kempen.