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18.06.1982 - 

Forschung im öffentlichen Auftrag und Anliegen:

Mit "Kayak" zu neuen Technologie - Ufern

PARIS (hh) - Nicht nur die Herstellerseite wird in Frankreich seitens der Regierung politisch und auch finanziell unterstützt. Mit der Gründung der Agence de l'lnformatique, deren größtes Projekt Kayak derzeit in der Entwicklung ist, engagiert sich der französische Staat auch immer mehr für die Belange der Anwender.

Die Hauptaufgabe der Agentur ist durch das Dekret 79-837 vom 27. September 1979 definiert: Die Agence ist aufgerufen, im Rahmen der politischen Richtlinien den Einsatz der Datenverarbeitung und Kommunikationstechnologie zu unterstützen. Sie trägt ihrerseits dazu bei, die öffentliche und private Forschung zu fördern und dem Einsatz neuer Technologien, insbesondere auf breiter Basis bei mittelständischen Unternehmen, zum Durchbruch zu verhelfen. Zudem hat die Agence de l'Informatique archivaische Aufgaben zu erfüllen und auch ausländische Entwicklungen zu beobachten. Auch PR-Aktionen, die die Anwenderakzeptanz erhöhen, gehören zu ihren festgelegten Arbeitsgebieten.

Letztendlich informiert sie den Auftraggeber "Staat" über Tendenzen des Informatikbereiches. Die öffentlich-rechtliche Anstalt setzt sich zur Erfüllung dieses Auftrages aus vier Gremien zusammen. In einem Koordinationskomitee sind Vertreter der Industrie ebenso gegenwärtig

wie Repräsentanten der öttentlichen, mit der Telekommunikation befaßten Behörden und Führungskräfte der DV-Industrie.

Neben einem Verwaltungsrat gibt es noch einen wissenschaftlichen Beirat und einen Rat für Öffentlichkeitsarbeit.

Eines der ersten Projekte, das von der Agentur durchgeführt wird, ist Kayak, ein Pilotprojekt mit dem Ziel, die Techniken der Büroautomation zu entwickeln und sie in bestehende Unternehmensstrukturen einzugliedern. Kayak wurde als Auftragsarbeit der INRIA (Institut National de Recherche en Informatique et Automatique) übergeben, einem nationalen Forschungsinstitut. Das Projekt ist auf verschiedene Hauptarbeitsgebiete ausgelegt.

So wurde das lokale Netz TARO entwickelt, das derzeit als InhouseNetz für Kayak in den Entwicklungslaboratorien eingesetzt ist. Ein zweites, derzeit noch in der Entwicklung befindliches lokales Netzwerk ist nach der Donau benannt.: DANUBE. Dieses Netz ermöglicht eine Distanz von einem Kilometer zwischen den einzelnen Arbeitsstationen. In der Endausbauphase können bis zu 255 Arbeitsplätze angeschlossen werden. Die Übertragungsrate soll zwei Megabit je Sekunde betragen. Dieses Netz ist gegenüber Transpac und Telex offen.

Der zweite Arbeitsbereich befaßt sich mit der Entwicklung eines neuen Arbeitsplatzsystems: BUROVISEUR. Der Buroviseur, von dem bereits vier Pilotinstallationen gemeldet werden, stellt sich als ein universelles Gerät dar, das verschiedene, bisher in unterschiedlichen Systemen ermöglichte Funktionen integriert. Unter anderem soll bei diesem Arbeitsplatzgerät auch die Spracheingabe realisiert werden.

Auf dem Gebiet der Büroautomation befassen sich die Entwicklungsingenieure mit Telekonferenztechniken und elektronischer Post (AGORA), Archivierungsmöglichkeiten (VISION), der integrierten Textverarbeitung (PLUME) und den Möglichkeiten der Implementierung dieser Technologien in bestehende Organisationen (MOBILE).

An Kayak arbeitet aber nicht nur die INRIA, sondern verschiedene weitere Forschungseinrichtungen in enger Zusammenarbeit mit der Industrie.