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09.06.1995

Mit Loesungen fuer Verwaltungen Geld verdienen Der Wert des osteuropaeischen Computermarktes waechst rasch

MUENCHEN (CW) - "Die osteuropaeische Computerindustrie steht vor einem rasanten Wachstum", stellt das Marktforschungsunternehmen Frost & Sullivan fest.

Mit dem Zerreissen des Eisernen Vorhangs im Jahr 1989 eroeffnete sich dem kapitalistischen Westen ein gigantischer Markt. Nach den anfaenglich euphorischen Erwartungen hat sich auf beiden Seiten Ernuechterung breitgemacht: massiver Produktions- und Beschaeftigungsrueckgang in Osteuropa ging einher mit steigenden Preisen, aber ruecklaeufigen Einkommen und sinkender Nachfrage. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation erkennen die Marktforscher von Frost & Sullivan jedoch erhebliche Wachstumschancen, da "Waren und Dienstleistungen nun frei erhaeltlich sind".

Den osteuropaeische Computermarkt schaetzen die Analysten derzeit auf knapp 7,1 Milliarden Dollar. Bis zum Jahr 2000 soll dieser Wert auf rund 20 Milliarden gestiegen sein. Der Loewenanteil entfaellt davon mit 53 Prozent auf die Beschaffung von Hardware, gefolgt von Services mit 27,9 und Software mit 19 Prozent. Der relativ geringe Anteil der Software erklaert sich daraus, dass das Kopieren von Programmen "in hohem Masse toleriert wird" und erst kuerzlich Gesetze gegen Softwarepiraterie geschaffen wurden. Die treibenden Kraefte hinter dem Wachstum sind die Technologietrends, die auch im Westen fuer Umsatz sorgen: Downsizing in Rechenzentren, Client-Server-Architekturen, zunehmende Vorliebe fuer offene Systeme, grosser Bedarf an Netzequipment und sinkende Hardwarepreise. Hinzu kommen, so der Bericht, die jetzt bis vor Ort reichenden Absatzkanaele.

Im militaerischen Bereich konnten sich osteuropaeische Anbieter bei der Entwicklung von Datenbanken und intelligenten, fehlertoleranten Software-Algorithmen Vorteile gegenueber westlichen Konkurrenten erarbeiten.

Davon abgesehen, so die Analysten, hinke die Computerbranche jedoch zwischen fuenf und zwanzig Jahre hinterher.

Bei der Laenderbetrachtung schnitt Russland am besten ab. Das alte Zarenreich stellt mit 34 Prozent den groessten Computermarkt, gefolgt von Polen mit gut 20 Prozent und der Ex-Tschechoslowakei mit 16,7 Prozent. Die Aufschluesselung nach Anwendungen erbrachte fuer 1994, dass Loesungen fuer die Verwaltungen mit insgesamt 41,1 Prozent der Renner waren. Kommunikationsapplikationen machten 23,3 Prozent der Verkaeufe aus, Datenbank- und Transaktionsloesungen 20,1 Prozent.