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01.08.1980 - 

Langzeitwirkungen der Hannover Messe bei der Memo-Tel AG:

Mit Logistik-Computer keine DÜ-Probleme

ZÜRICH - "Mobile Datenerfassung ist derzeit eine recht erfolgreiche Sache; alle Drähte laufen bei uns heiß." So schildert Julius Minder die Situation im Hause Memo-Tel AG, Zürich, wo er die Position eines Geschäftsführers innehat. Den großen Umschwung habe die zurückliegende Hannover Messe gebracht.

In Hannover sei das Messepublikum in stärkerem Maße, als man hätte erwarten können, auf das Angebot der Schweizer aufmerksam geworden. "Wir sind in einem Gebiet tätig", erläutert Minder, "das mit Logistik zu tun hat; wir haben die mobile Datenerfassung tiefer hinein ins Lager geführt - als papierlose Datenverarbeitung."

Dies sei eines der Schwerpunkt-Messethemen der Schweizer gewesen und habe großen Erfolg gebracht. Minder: "Die Leute sagten, im Grunde genommen ist ein Logistik-Computer - unabhängig einsetzbar vom Großrechner und mit der entsprechenden Software ausgestattet - genau das, was wir immer schon gesucht haben."

Aus Kostengründen Wählnetz wählen

Für Minder gehört zur mobilen Datenerfassung von heute die Datenübermittlung über das Wählnetz, möglichst mit Akustik-Muff, um Modem-Mietkosten sparen und standortunabhängiger arbeiten zu können. In diesem Zusammenhang sei die von Memo-Tel erreichte Qualität der Datenübermittlung über Telefonleitung ein weiteres zentrales Messethema gewesen. Bertelsmann beispielsweise habe sich - allerdings schon einige Zeit vor der Messe - hauptsächlich wegen dieser fehlerfreien Übermittlung für das BBC memoport-System der Züricher entschieden.

Man sollte wissen, merkt Minder hierzu an, daß das Wählnetz im Unterschied zu den sonst üblichen Mietleitungen aus zufälligen Kombinationen von Leitungs- und Schaltstellen unterschiedlicher Qualität besteht. Minder: "Die menschliche Sprache, die mit einer hohen Redundanz ausgerüstet ist, überbrückt solche Handikaps spielend." Man verstehe sich noch, auch wenn es "rauscht und kracht". Für die Datenübermittlung aber seien solche Knackser und Rauscher doch Probleme; und eben diese bekomme der Memoport-Übermittlungsmodus in den Griff. Daneben sei für Bertelsmann aber auch der integrierte Drucker ein Entscheidungsmotiv gewesen: Das bloße Aufstecken des Druckermoduls auf das Grundgerät schaffe die Möglichkeit, einen Speicherinhalt als Beleg auszudrucken.

Seine Feuertaufe - fast im Wortsinn - hat Memoport auch schon bestanden. Als mitten im Weihnachtsgeschäft der Hauptcomputer von Bertelsmanns Vereinigter Verlagsauslieferung ausbrannte und damit die Schlagzeilen füllte, habe das Bataillon der Memoport-Systeme - so Minder - still und zuverlässig im Hintergrund die anfallenden Bestelldaten aufgenommen und in einen identischen externen RZ-Computer eingespeist.