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21.11.2003 - 

Mercur Assistance gewinnt den Titel

Mit Medizinportal zum Anwender des Jahres

MÜNCHEN (jm) - Die Mercur Assistance Deutschland GmbH, Tochter der Münchener Rück, ist "Anwender des Jahres". Sie überzeugte im von der computerwoche und der Gartner Deutschland GmbH ausgeschriebenen Wettbewerb mit einem innovativen Medizinportal.

Insgesamt kämpften in diesem Jahr 49 mittelständische Firmen, Behörden und Großkonzerne um die Auszeichnung. Aus einer Zwischenauswahl von 25 Kandidaten wählte die Jury fünf Unternehmen in die Finalrunde.

Mercur ist mit einer telefonischen Medizinberatung Dienstleister unter anderem für viele deutsche Krankenversicherungsunternehmen. Das Team um Projekt- und IT-Leiter Bernhard Götze konnte die fünfköpfige Jury (siehe Seite 4) vor allem durch die zukunftsweisende Projektidee und -konzeption sowie den wirtschaftlichen Nutzen überzeugen. Das Geschäftsmodell von Mercur, die medizinische Beratung für Krankenversicherungen und Millionen von Menschen gleichermaßen via Telefon, konnte entscheidend verbessert werden. Gleichzeitig hielt sich das Projekt mit Gesamtkosten von 230 000 Euro in engen Grenzen und ermöglicht heute erhebliche Einsparungen.

Die Entscheidung war allerdings umkämpft. Neben Mercur qualifizierten sich vier weitere IT-Teams für die Finalrunde.

Die Audi AG bewarb sich mit ihrem multifunktionalen Ausweissystem. Mit einem einzigen Identifikationsmedium gelingt es dem Autobauer, einen sicheren und individuell angepassten Zugang nicht nur zu diversen Unternehmensbereichen, sondern auch zu den Netzen und damit den Daten und Applikationen des Konzerns anzubieten.

In die Gruppe der fünf besten IT-Projekte wählte die Jury auch Thyssen-Krupp mit seiner "Thyssen-Krupp-base"-Lösung. Mit diesem Projekt hat das Unternehmen eine Wissensbörse geschaffen, die sämtliche Informationen zum Unternehmen, also zu seinen Mitarbeitern, seinen Produkten und Dienstleistungen, in schnell erfassbarer Weise via Intra- und Internet bereithält. Bei über 800 Teilfirmen und rund 193000 Mitarbeitern keine leichte Aufgabe.

T-Systems entwickelte ein Marktforschungsportal, das allen Mitarbeitern der Telekom-Tochter zur Verfügung steht. Dort finden sich nicht nur aktuelle Studien der unterschiedlichsten Analystenunternehmen, sondern auch eine Datenbank, in der Studien zum Zugriff bereitstehen. Gekoppelt an ein Dokumenten-Management-System bietet das Portal T-Systems-Mitarbeitern zudem detaillierte Konkurrenzbetrachtungen und tagesaktuelle Nachrichten zu Unternehmen an, ferner Marktzahlen, Firmenprofile und direkte Zugänge zu externen Marktforschern.

Jack Wolfskin, ebenfalls unter den letzten fünf, schuf einen Web-Auftritt, der das Unternehmen im Wettbewerb voranbrachte. Hierzu nutzte der Outdoor-Spezialist State-of-the-Art-Technologie auf Basis von Microsoft .NET. An der IT-Mannschaft überzeugte die Jury insbesondere die starke Eigeninitiative, für das Unternehmen ökonomisch sinnvolle Projekte selbst zu initiieren, zu entwerfen und letztlich auch zu realisieren. Dank der "E-Wolf"-Lösung konnte der Bestellprozess erheblich schneller gestaltet werden. Zudem muss das Unternehmen keine aufwändige Infrastruktur (Außendienst) mehr aufbauen (siehe Schwerpunkt ab Seite 34).

Die Jury

- Gerhard Adler, ehemals Diebold-Geschäftsführer, heute Berater der Geschäftsführung von Detecon.

- Andreas Resch, 1999 erster Gewinner des Wettbewerbs "Anwender des Jahres", Geschäftsführer Fiege Deutschland GmbH; ab dem 1. Januar 2004 Geschäftsführer von Bayer Business Services.

- Professor Dr. Thomas Schildhauer, Direktor des Institute of Electronic Business, Berlin.

- Claudia Schnupfhagn, Direktor Gartner Deutschland, und Ulf Prengemann, Associate Director Gartner Deutschland.

- Professor Dr. Horst Wildemann, Technische Universität München, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Logistik. Initiator und Board-Mitglied des "Bayerischen Qualitätspreises", Jury-Mitglied Wettbewerb "Manager des Jahres".

Die Bewertungskriterien

- Nutzen: 20 Prozent.

- Innovationsleistung in technischer Hinsicht (Best Practice): 10 Prozent.

- Innovationsleistung bezüglich der Geschäftsmodelllösung: 15 Prozent.

- Kosten: 5 Prozent.

- Benutzerorientierung und -freundlichkeit: 15 Prozent.

- Projekt-Management-Qualität: 15 Prozent.

- Zukunftssicherheit: 10 Prozent.

- Lessons learned: 10 Prozent.