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06.06.1980 - 

Gemeinsame Entwicklung von Kontron und Softlab:

Mit Micronet von Rechner zu Rechner

ECHING (rs) - "In der Kopplung beliebiger Rechnersysteme untereinander sehen wir einen großen Markt auf uns zukommen", erklärte Peter Blomeyer, Leiter des Geschäftsbereichs Mikrocomputer der Kontron Elektronik GmbH, Eching. Um das Kopplungsproblem zu lösen, entwickelten die Softlab GmbH, München, und Kontron den Rechnerknoten Micronet. Für runde 10 000 Mark können, wie Blomeyer betont, beliebige Systeme untereinander kommunizieren.

Einen Micronet-Prototyp setzt Softlab nach den Worten von Geschäftsführer Dr. Wolfgang Thury mit Erfolg ein. Das Unternehmen, das keine eigenen Rechnersysteme, sondern zur Software-Entwicklung die der Kunden benutzt, verbindet derzeit 13 verschiedene Rechnertypen miteinander. Dazu gehören Modelle von Herstellern wie Ferranti, Krupp-Atlas oder Siemens.

Die Micronet-Software setzt sich aus einem multitaskfähigem Betriebssystem sowie den angeschlossenen Stationen zugeordneten Stationsmoduln zusammen. Auf der Hardware-Seite enthält ein Z80A-System die PROM-residente Betriebssoftware, einen 16 KB RAM als Datenübertragungspuffer sowie bis 20 Kanäle für die Serien-Ein/Ausgabe. Die an den Netzknoten angeschlossenen Stationen können vom Personal-Computer bis zur Großrechenanlage "absolut beliebige" Rechner sein (Blomeyer). Es kann aber auch wieder ein Micronet angeschlossen werden.

Die Anzahl der zu übertragenden Nachrichtenströme wird einerseits vom verwendeten Protokoll begrenzt (3780-BSC erlaubt nur einen Nachrichtenstrom pro Station), andererseits von der Leistungsfähigkeit der verwendeten Hardware. Micronet empfängt und sendet laut Kontron 64 000 Baud, was beispielsweise sechs Nachrichten mit je 9600 Baud entspricht.

Zur Zeit stehen dem Anwender BSC- und Asynchron-Stationsmodule zur Verfügung. Das BSC-Modul eignet sich für den Anschluß von Großrechnern wie IBM /370 oder Siemens 7000 und von dazu passenden Stapelverarbeitungsstationen wie IBM 3780 oder Transdata. Das Asynchron-Modul ist für Anwendungen gedacht, bei denen auf der Seite der anzuschließenden Station keine besondere DÜ-Software vorhanden ist. Moduln für SDLC, HDLC sowie X.25 sind nach Aussage von Dr. Thury in Arbeit.