Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

17.11.2000 - 

Startup-Firmen bekommen Geld für Neuentwicklungen

Mit Mobile-Lösungen wollen IBM und Sun die Telekom-Firmen bedienen

MÜNCHEN (IDG) - Im Gleichschritt bringen IBM und Sun neue Hard- und Software für die Anbindung mobiler Endgeräte heraus. Damit folgen sie den schon länger bestehenden Aktivitäten der anderen großen Server-Hersteller wie Hewlett-Packard und Compaq.

Mehr als 60 Prozent der kommerziellen Transaktionen werden 2002 über mobile Endgeräte abgewickelt, schätzt John Prial, innerhalb IBMs Softwaregruppe zuständig für Pervasive Computing. 1998 waren es nur 20 Prozent, weitere 20 Prozent machten Notebooks aus, während die Masse der Transaktionen über PCs initiiert wurde. Von diesem Wandel in der IT-Welt wollen IBM und Sun mit neuen Produkten und Services profitieren.

Zwei neue Lösungen hat IBM hierzu herausgebracht. Die Middleware "Websphere Everywhere Suite Service Provider Edition" verbindet Handys und PDAs mit Web-Inhalten. Hierzu unterstützt sie eine Reihe von Netzwerkprotokollen. Die Komponente "Transcoding Publisher" sorgt dabei für die Übersetzung von HTML in verschiedene mobile Varianten, unter anderem WAP. Außerdem ermöglicht das Websphere-Paket die asynchrone Übermittlung von Nachrichten (Message Queuing) mit diesen Endgeräten sowohl während sie verbunden sind (online), als auch zu einem späteren Zeitpunkt (offline). Weitere Funktionen betreffen die Datenverschlüsselung und Nutzerverwaltung.

Mit den P-640-Servern, Nachfolgern der RS/6000-Produktlinie, bringt IBM außerdem Unix-Server heraus, die vor allem für Telekom-Unternehmen und Service-Provider gedacht sind und als Basis für Websphere dienen sollen. Sie sind für den Dauerbetrieb auch unter schwierigen Bedingungen ausgelegt. Hierzu erfüllen Sie die Spezifikation "Network Equipment Building Systems" (Nebs). Solche Server können zum Beispiel kleineren Erdbeben standhalten und sind Schmutz- sowie Rauch-resistent. Die Rack-Systeme können mit bis zu vier Power-3-Prozessoren ausgestattet sein.

Hosting für FirmenkundenDie neuen Hard- und Softwarelösungen will IBM auch selbst nutzen. In ihren weltweit rund 200 Data-Centern sollen die Produkte noch in diesem Jahr eingeführt und darauf basierend mobile Lösungen für Firmenkunden angeboten werden.

Sichere Server nach dem Nebs-Standard will auch Sun auf der Basis des Compact-PCI-Designs bald herausbringen. Diese Architektur erlaubt es, mehrere Prozessoren auf kleiner Fläche unterzubringen. Damit wären die Server sehr gut für Telekommunikationsunternehmen geeignet, die in ihren Data Centers sehr viele Rechnersysteme aufstellen müssen.

Softwareseitig setzt Sun auf Java und die Kooperation mit AOLs Netscape-Abteilung. Die aus der Zusammenarbeit resultierende I-Planet-Software wurde jetzt für mobile Devices angepasst. Verfügbar sind hierfür Kalender, E-Mail und Directory-Lösungen. Für sein Java-Phone hat der Hersteller außerdem neue Partner gewinnen können.

Sein Engagement will Sun auch durch Investitionen in Startup-Unternehmen stützen. 100 Millionen Dollar stehen für diese Aktivitäten im nächsten Jahr zur Verfügung. Damit sollen die Firmen drahtlose Technologien entwickeln.

Mit ihren Hard- und Softwareangeboten konkurieren IBM und Sun mit bereits bestehenden Angeboten anderer Hersteller. So hat Hewlett-Packard seit einem Jahr mobile Lösungen im Portfolio. Auch Compaq Computer verkauft sehr gut Server an Telekommunikationsunternehmen.