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02.09.1988 - 

Vom lokalen zum unternehmensweiten Netzwerk:

Mit modularem Konzept Schritt für Schritt wachsen

Flexibilität und ein hohes Maß an Funktionalität - das sind die wesentlichen Anforderungen, denen Netzwerkplaner heute und in Zukunft bei Planung der Verkabelungsinfrastruktur Rechnung tragen müssen. Herbert Strecker* skizziert ein Konkept, das aufgrund seiner Modularität den schrittweisen Aufbau von unternehmensweiten Netzwerken erlaubt.

Das lokale Netzwerk oder LAN findet immer mehr Akzeptanz in allen Bereichen der Datenverarbeitung. Die Integration von Datennetzwerken in Unternehmen wird nicht mehr nur von EDV-Abteilungen sondern auch von Organisationsstäben und Telefon-Abteilungen vorangetrieben. Die Akzeptanz von Personal Computern und deren Leistungsfähigkeit führt auch auf Abteilungsebene zum zusätzlichen Kommunikations- und Neztwerkbedarf.

Eine Vielzahl von Einzellösungen ersetzt oft die nicht vorhandene Netzwerkstrategie und führt damit zu Verwirrung, Unsicherheit und zu redundanten, unabgeglichenen Datenbeständen. Die Anforderungen der Benutzer führen meistens zu unterschiedlichen Netzwerktopologien, da fast alle EDV-Lösungen verschiedene Anschlüsse und Kabelarten benötigen. Die vielfältigen Benutzeranforderungen sind: Personal Computer, IBM-3270-Endgeräte, Drucker, asynchrone Endgeräte, Hostanbindungen, Workstations und Kommunikation mit externen Diensten. Zusätzlich ist der Bedarf für Token-Ring oder Ethernet-Netzwerke vorhanden. Selbstverständlich wird der Zugriff auf alle Ressourcen und höchste Flexibilität vom Anwender gefordert.

Diese legitimen Wünsche stiften große Verwirrung nicht nur in den Kabelkanälen der Büros und Rechenzentren sondern auch in den Köpfen der Netzwerkplaner und Entscheider. Nach einem häufig entstandenen Wildwuchs macht man sich jetzt Gedanken über eine Unternehmens-LAN-Strategie. Hierbei müssen folgende Überlegungen berücksichtigt werden: Langfristige Sicherung der Investition der Verkabelungsstruktur, Zukunftsorientierung, Erweiterungsmöglichkeiten, Standardverkabelung, Anschluß an ein Backbone-Netz, Ausfallsicherheit und ein übergreifendes Netzwerkmansgement.

Netzwerkstrukturen

Der Wunsch nach einer flexiblen Netzwerkstruktur ist mittlerweile ein Muß geworden. Umzüge, Umorganisation und sich verändernde Anforderungen stellen EDV-Organisatoren und Netzwerkplaner vor immer neue Probleme. Wie versorgt man jeden Arbeitsplatz mit dem jeweils optimalen Datenanschluß?

Die Verantwortlichen wünschen sich eine Netzwerkstruktur mit flexiblen Mööglichkeiten der Anpassung an die Benutzerforderungen. Klassische LAN Konzepte wie Ethernet, Token-Ring oder asynchrone Sternnetze füllen die Kabelkanäle und lösen langfristig nicht alle Anforderungen. Führende Unternehmensberater stellen hier bewußt die Frage, ob das Netzwerk zum Benutzer kommen soll, oder ob man den Benutzer mit seinem Datenanschluß an das Netzwerk führt.

Viele Unternehmen haben zur Frage der Verkabelung die strategische Entscheidung getroffen, Datensteckdosen mit 4-Draht- oder IBM-Typ-1-Kabel mit dem entsprechenden Verkabelungssystem einzusetzen. Hiermit hat man zwar eine Struktur geschaffen, die aber nicht alle Anforderungen an ein Netzwerk erfüllen kann.

Ungermann-Bass hat, neben den klassischen Net/One-Netzwerklösungen für Ethernet, Token-Ring und Breitband-Netze, Entwicklungsarbeit geleistet und stellt mit dem strategischen Netzwerkkonzept "Access/One" eine, wie wir meinen, richtungsweisende Lösung für zukünftige Installationen vor.

Dieses System kombiniert die 4-Draht-Verkabelungstechnik mit modernster Netzwerktechnik und Unternehmens-Backbone-Netzen. Außerdem ist dieses Konzept ideal mit dem IBM-Verkabelungssystem zu kombinieren. Sinnvollerweise wird Access/One an einem zentralen Punkt der Etagenverteilung installiert und alle 4-Draht-Verbindungen werden über einen Verteiler an das System angeschlossen. Damit ist zunächst eine klare Infrastruktur in der Horizontalverkabelung vorhanden.

Das Netzwerksystem ist für den modularen Ausbau konzipiert. Damit ist es möglich, erst am Netzwerk-Etagenverteiler zu entscheiden, welcher Anwender und welche Datensteckdose einen individuellen Netzwerkanschluß erhält. Dies ist nur möglich, da Access/One über Netzwerkmodule für Ethernet, TokenRing, IBM 3270 (mit integriertem Balun) und asynchrone Schnittstellen verfügt. Die Netzwerkmodule können gemischt in dem zentralen Gehääuse eingesetzt werden. Die hohe Packungsdichte erlaubt zum Beispiel 220 Token-Ring-Stationen, 120 Ethernet-Anschlüsse, 80 IBM-3270-oder 80 asynchrone Endgeräte an einem Netzwerkkonzentrator zu betreiben.

Ein Beispiel aus der täglichen Praxis innerhalb von Unternehmen zeigt die besondere Flexibilität durch den Einsatz von Access/One: Wechselt zum Beispiel ein IBM-3270-Benutzer seinen Arbeitsplatz und zieht mit seinem Terminal um, so wird im Netzwerkkonzentrator der entsprechende Anschluß umkonfiguriert, und schon hat der Benutzer an seinem neuen Platz wieder seinen benötigten Datenanschluß, obwohl dieser eventuell vorher als Ethernet-Anschluß benutzt wurde.

Beispiel 2: Ein Datenanschluß ist mit einem asynchronen Terminal belegt. Durch Umorganisation wird an diesem Arbeitsplatz ein Sachbearbeiter eingesetzt, der Bedarf für einen PC mit Token-Ring hat. Der Datenanschluß bleibt der gleiche, jedoch am Access/One wird vom Netzadministrator die Token-Ring-Karte adressiert und aktiviert. Schon nach wenigen Minuten ist die neue Betriebsbereitschaft hergestellt.

Die beschriebenen Netzwerkkonzentratoren können natürlich nicht alle Unternehmens-LAN-Bedürfnisse und -Strategien abdecken. Deshalb wird zur Verbindung innerhalb der Gebääude-Vertikalen und zur Verbindung von Gebäuden innerhalb des Unternehmens eine LAN-Backbone-Struktur eingesetzt. Diese werden als Glasfaser-, Ethernet- oder Breitband-Netze ausgeführt. Um diese Backbone-Infrastruktur auszunutzen und Access/One-Knoten zu integrieren, sind für alle Netzwerktopologien Backbone-Karten erhältlich. Diese flächendeckende Installation von Access/One-Subsystemen bietet damit also die Möglichkeit, auf der horizontalen Ebene mit einer Standardverkabelung alle Netzwerkwünsche abzudecken und in der Vertikalen das Unternehmen Backbone zu benutzen. Alle bereits im Netzwerk installierten Komponenten wie zum Beispiel Terminal Server oder NIU Net/One können mit den Access/ One-Netzen kommunizieren.

Die große Konzentration von Benutzerschnittstellen und die hohen Anforderungen an die Verfügbarkeit des Netzwerkes machen Sicherheitsmaßnahmen unentbehrlich. Im System Access/One kann durch volle Redundanz beim Netzteil der Netzwerkanschlüsse und der Backbone-Anbindung der fehlertolerante Betrieb gesichert werden. Die Steuerung übernimmt hierbei die Supervisorkarte.

Umfangreiche Datennetze mit variablen Netzwerkanschlüssen müssen unbedingt überwacht und gesteuert werden. Die Supervisorfunktion überwacht ständig alle Funktionen in einem Access/One-Knoten und gibt Statusmeldungen. Die Token-Ring- und Ethernet-Anschlüsse können zentral aktiviert und deaktiviert werden.

Besonders interessant ist die Tatsache, daß Ungermann-Bass die Supervisor Funktion "Netview" kompatibel ausgelegt hat. Zur Steuerung des gesamten Netzwerkes auch über das Backbone für alle Knoten wird das NMC Netzwerk Management Center von Net/One eingesetzt.

Für die heutigen und zukünftigen Netzwerkbedürfnisse wird ein hohes Maß an Flexibilität und Funktionalität gefordert. Das hier beschriebene Netzwerkkonzept bietet hierfür eine Basis zum Aufbau von unternehmensweiten Netzwerken mit unterschiedlichen Anforderungen. Zusätzlich wird der Wunsch nach der universellen Datensteckdose verwirklicht.