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24.05.1996 - 

Kooperation mit Javasoft und Microsoft vereinbart

Mit neuem Konzept gibt Adobe Vollgas in Richtung Internet

Vor allem sein Know-how im Grafikbereich will Adobe nutzen, um künftig eine entscheidende Rolle im Internet zu spielen. So entwickelt der Hersteller derzeit unter der Bezeichnung "Vertigo" an einem neuen Autorensystem, das die Erstellung interaktiver Anwendungen erlaubt. Diese sollen ihrerseits Verknüpfungen von Texten, Grafiken, Bildern, Layout, Audio und Video im World Wide Web (WWW) ermöglichen.

Die entwickelten Produkte lassen sich laut Anbieter anschließend über das WWW sowie andere Medien wie beispielsweise CD-ROMs bereitstellen. Der Vertigo-Kern wird künftig auch als Bestandteil der Browser "Navigator 2.0" von Netscape und "Internet-Explorer 3.0" von Microsoft fungieren.

Technologische Grundlage für Vertigo bildet ein ebenfalls neues Darstellungsmodell mit der Bezeichnung "Bravo", das auf der Seitenbeschreibungssprache Postscript basiert. Das Application Programming Interface (API) soll die Entwicklung hochwertiger Bilder, Grafiken einschließlich Strichzeichnungen und Texten für das WWW und Intranets ermöglichen.

"Die einzige Möglichkeit für Adobe, um seine Technologie als Standard zu etablieren, sind Lizenzvereinbarungen", ist sich Ira Machefsky, Industrie-Analyst der Giga Information Group Inc., sicher. Erste Partner haben die Kalifornier aus Mountain View bereits gefunden. Die Sun-Division Javasoft hat angekündigt, das ab August erhältliche Bravo mittelfristig auch in ihre Java-Programmiersprache zu integrieren.

Darüber hinaus poliert Adobe im Rahmen der erweiterten Internet-Strategie sein Darstellungsformat PDF für das Internet auf. Unter der Bezeichnung Embedded Portable Document Format (EPDF) sollen sich künftig PDF-Dokumente direkt in andere Web-Erzeugnisse und Anwendungen einbinden lassen. In Zukunft wird der Photoshop-Produzent mit allen PDF-kompatiblen Anwendungen auch Microsofts kürzlich angekündigte Technologie Active X unterstützen. Zudem sollen künftige Versionen von Adobes Web-Publishing-Programmen, die auf HTML-Code basieren, mit Support für Active X ausgestattet werden. Ebenso ist ein Viewer geplant, mit dem verschiedenste Dokumente in Internet-Browsern betrachtet werden können.

Einen Schritt näher in Richtung Dokumentendistribution kommt Adobe mit dem neuen Paket "Print Mill". Das Tool dient dazu, Anwendern Zugriff auf jeden an das Internet angeschlossenen Drucker zu geben. Dabei ist gleichgültig, ob der Printer im gleichen Gebäude oder in einem anderen Land steht.