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01.06.1990 - 

Die Zusammenarbeit zwischen IBM, Rolm und Siemens trägt Früchte

Mit neuer Technik öffnet IBM SAA für Nebenstellenanlagen

NEW YORK (IDG) - IBM hat ein neues System vorgestellt, das integrierte Sprach- und Daten-Anwendungen in ihrer SAA-Plattform mit Nebenatellenanlagen (PBX) der wichtigsten Hersteller verbinden soll.

Dieser Schritt geht über das existierende "Callpath" von IBM hinaus, das ein "Common Application Program Interface" (API) zur Verfügung stellt und verschiedene Leitungsknoten unterstützt

Im Gegensatz zu den heutigen Systemen von IBM, die alle nur mit Anlagen des amerikanischen Nebenstellenherstellers Rolm Co. arbeiten, werden die Produkte unter der neuen - bisher noch namenlosen - Architektur auf jeder IBM-SAA-Plattform laufen, also auf der /370 unter MVS oder VM, der AS/400 oder PS/2 unter OS/2. Außerdem sollen sie kompatibel zu den Nebenstellenanlagen von Northern Telecom, AT&T, Siemens und Rolm sein.

Die Architektur macht es zum Beispiel möglich, Anwendungen zu schreiben, die Nebenstellenanlagen in die Lage versetzen, mit Informationen über einen hereinkommenden Anruf eine Datenbankabfrage auf einem angebundenen IBM-Rechner zu starten. Die Akte des Kunden kann dann zusammen mit dem Anruf an einen Sachbearbeiter oder Verkäufer weitergeleitet werden.

Patrick Springer, bei der Unternehmensberatung CTG/CTM für Telekommunikation zuständig, betrachtet das Produkt als die erste Frucht der Zusammenarbeit zwischen Siemens, Rolm und IBM: "Diese Ankündigung kann dem Trio die führende Rolle im Tele-Marketing und im Geschäft mit zentralen Vermittlungsstellen bescheren."

Insider nehmen an, daß das System aus drei Modulen bestehen wird - eines für die Nebenstellenanlage, ein zweites für den Ziel-Computer und ein drittes für einen PS/2-Rechner, der aIs Controller und Konverter zwischen den beiden anderen Komponenten fungiert. Der PC werde die proprietären PBX-Protokolle in IBMs LU 6.2 übersetzen, das für die Verbindung zwischen PS/2 und Host zuständig ist.

Im Kundenservice oder bei Tele-Marketing-Anwendungen können Benutzer ein Terminal an den PS/2 anschließen, um einem Supervisor die Überwachung der System-Leistung zu ermöglichen. Ebenfalls machbar ist eine Verbindung vom PS/2 zu Netview, damit ein zentrales Netzwerk-Management-System das Ganze steuern kann.

Branchenkenner erwarten, daß Big Blue darauf dringen wird, seine neue Architektur als internationalen Standard für PBX-Host-Verbindungen zu etablieren. Selbst wenn dieser Versuch fehlschlage, so die Kenner der Szene, werde das System den Integrationstendenzen neuen Auftrieb geben.

"Diese Ankündigung wird die Anwender zwingen, Verbindungen zwischen Rechner und Nebenstellenanlage ernstzunehmen", vermutet Ian Angus, President der Angus Tele Management Group.

"Typischerweise nehmen Anwender erst dann existierende Angebote ernst, wenn auch IBM in den Markt einsteigt", fügt er hinzu.