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21.02.2005

Mit neuer Warenwirtschaft aus der Krise?

Karstadt-Quelle kooperiert mit der SAP.

Der Himmel über der Karstadt-Quelle AG war noch wolkenlos, als sie gemeinsam mit der SAP AG das neue Warenwirtschaftssystem für den Textilbereich in Angriff nahm. Mittlerweile sind die Planungsprozesse auf die neue Software abgestimmt, die Stammdatenlösung geht nächsten Monat in den Abnahmetest, und der operative Betrieb soll spätestens ab 2007 über die neue, "SAP Retail" genannte Software abgewickelt werden.

Verkaufsfläche als wichtige Planungs- und Steuerungsgröße

Ziemlich genau vor zwei Jahren ist der Essener Handelskonzern die Entwicklungspartnerschaft mit der SAP eingegangen. Das Ziel hieß: eine Software erstellen, die die Versorgung bis auf den einzelnen Warenträger hinunter plan- und steuerbar macht. "In diesem System wird erstmalig die Ressource Verkaufsfläche als wichtige Planungs- und Steuerungsgröße berücksichtigt", erläuterte seinerzeit Helmut Merkel, Vorstandsmitglied des Einzelhandelsriesen.

Mit dem neuen Warenwirtschaftssystem will Karstadt-Quelle einen direkten Bezug zwischen der Einkaufsplanung und dem tatsächlichen Verkauf herstellen, letztlich also die Beschaffung flexibel dem Kundenverhalten anpassen. Die Software soll helfen, etwa 20 bis 30 unterschiedliche Budget-Limits (beispielsweise auf Abteilungs-, Warengruppen- oder Saisonebene) zu beobachten, so dass Abweichungen im operativen Bereich umgehend auf die Planung durchschlagen. Im Idealfall würde dann nur noch das eingekauft, wofür es auch eine Verkaufsfläche und einen Bedarf gibt. Und in der Folge schrumpfen, so die Hoffnung des angeschlagenen Handelsimperiums, Bestände und Abschreibungen, der Umschlag beschleunigt sich, und die Betriebskosten sinken.

Für SAP-Software entschied sich Karstadt-Quelle eigenen Angaben zufolge deshalb, weil auf der Plattform des größten deutschen Softwareunternehmens die Systeme für Warenwirtschaft, Finanzbuchhaltung und Controlling durchgängig integrierbar seien. Da der Einzelhandelskonzern von Anfang an mit eigenen Fachleuten in die Entwicklung eingebunden war, bekommt er Anwendungen, die genau auf seine Abläufe abgestimmt sind, aber trotzdem dem SAP-Standard entsprechen. Das Softwareunternehmen wird das System voraussichtlich ab November dieses Jahres auch an Dritte vermarkten.

Ebenfalls ab dem kommenden Herbst will Karstadt-Quelle alle Artikelstammdaten nur noch über den neuen Eingabedialog erfassen und pflegen; verarbeitet werden sie für eine Übergangszeit noch im alten Warenwirtschaftssystem. Dessen vollständige Ablösung ist für das übernächste Jahr geplant. Bis dahin wird SAP Retail quasi als Frontend für die Legacy-Lösung fungieren. (qua)