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01.11.1996 - 

Mit Compuserve E-Mails ans Handy versenden

Mit neuer Zugangssoftware Richtung Internet migrieren

Die Symbiose zwischen proprietärem Online-Angebot und offenem Internet soll die neue Zugangssoftware "Compuserve 3.0.1" gewährleisten. Während die amerikanische Ausführung der Software bereits auf den Compuserve-Seiten unter "Go Getit" erhältlich ist, stellt die deutsche Compuserve-Niederlassung jetzt auf der Münchner Systems die deutschsprachige Betaversion vor die Endfassung soll im November folgen. Im Gegensatz zu den Vorgängerversionen paßt sich die Software jetzt nahtlos in Windows 95 ein und bietet aufgrund ihrer Multitasking-Technologie die Möglichkeit, während des Downloads einer Datei beispielsweise die wartende E-Mail zu lesen. Zum Lieferumfang der Zugangssoftware gehört auch der "Internet Explorer" von Microsoft.

Der amerikanischen Variante, die der COMPUTERWOCHE bis Redaktionsschluß vorlag, fehlte noch ein entsprechendes ISDN-Interface. Das Zusammenspiel mit ISDN klappte nur über einen Umweg mit Hilfe eines sogenannten Fossil-Treibers. Allerdings soll die deutsche Version die hierzulande gebräuchliche ISDN-Schnittstelle CAPI-Version 2.0 unterstützen.

Letztlich ist die Zugangssoftware nur ein Baustein im Rahmen der "Red-dog"- Strategie. Mit dieser will sich der proprietäre Online-Dienst zum Internet-Service-Provider mausern, der seinen Kunden neben dem Netzzugang exklusive Inhalte offeriert. Während neue Angebote bereits mit Internet-Technologie zu nutzen sind, ist die Umstellung der anderen Inhalte bis Mitte 1997 geplant. Um zu gewährleisten, daß diese Informationen im World Wide Web nur für Compuserve-Mitglieder zugänglich sind, setzt der Online-Dienst auf die "Virtual-Key"-Technologie. Nach Aufruf der Seiten fordert die "Remote Passphrase Authentication" (RPA) den Anwender zur Eingabe seines Paßwortes und der User-ID auf. Vorzug dieses Verfahrens ist laut Compuserve, daß nicht das Geheimwort übertragen, sondern ein Schlüssel aus Kennwort und Benutzerkennung gebildet und dann über das Netz transferiert wird.

Allerdings setzt der Online-Dienst nicht nur auf das Internet und verbesserte Zugangssoftware, um neue Kunden zu gewinnen. Unter der Bezeichnung "Short Messaging Service" arbeitet man in Unterhaching an einem Dienst, mit dem Compuserve-Mitglieder Kurznachrichten mit bis zu 148 Zeichen an Teilnehmer der Mobilfunknetze von D1 und D2 sowie demnächst E-Plus verschicken können. Der Service, der sich derzeit noch im Teststadium befindet, ist unter der Adresse "http://sms.compuserve.de" zu erreichen.

Rücktritt

Steven Stanbrook, President von Compuserves International Operations, tritt zurück. Der Manager wird künftig die europäischen Geschäfte eines Unternehmes für Consumer-Produkte führen. Stanbrook ist für Compuserves Europageschäft seit April diesen Jahres verantwortlich.