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27.05.1994

Mit Niedrigpreis der Konkurrenz im Nacken Microsoft laesst den Tiger auf die Multimedia-Konkurrenz los

BOSTON (IDG) - Eine Raubkatze im Softwareformat soll Microsofts Position im Multimedia-Geschaeft auf die Spruenge helfen. Die Gates- Company hat mit "Tiger" eine File-Server-Software vorgestellt, mit der kuenftig TV-Dienste fuer Tausende Anwender angeboten werden sollen. Konkurrenten sprechen von einem Papiertiger.

Laut Microsoft arbeitet die Tiger-Software auf Servern unter dem Betriebssystem Windows NT Advanced Server. Dabei kontrolliere die Multimedia-Applikation sowohl Prozessoren als auch Speichermedien. Ferner sei Tiger in der Lage, Fehler eigenstaendig zu beseitigen und eine Rekonfiguration durchzufuehren.

Ziel von Microsoft ist es, digitalisierte Video- und Audiosignale fuer Video on demand, interaktives TV-Shopping und interaktive TV- Kanalwahl zu offerieren. Um die Vision von Video on demand Realitaet werden zu lassen, ist der Windows-Anbieter bereits Kooperationen mit dem PC-Hersteller Compaq und dem Prozessorspezialisten Intel eingegangen, berichtet die "Financial Times".

Mit Tiger trete Microsoft nun den Kampf gegen alternative, auf massiv-parallelen Processing-Servern basierende Produkte wie beispielsweise Oracles "Media Server" an. Waehrend die Loesungen der Microsoft-Konkurrenten derzeit noch auf Supercomputern und Mainframes basieren, laeuft Tiger auf relativ preisguenstigen Mikrocomputern, berichtet "Financial Times" unter Berufung auf Microsoft. Vor allem mit niedrigen Preisen will die Gates-Company Kabel-TV-Unternehmen sowie Telefonanbieter ueberzeugen.

Auf einer Demonstration in Seattle haben die Microsoft-Partner Compaq und Intel eine Pentium-basierte 16-Prozessor-Maschine gezeigt, die ueber 3000 Video-Streams gleichzeitig uebertragen konnte. Dabei sei es moeglich gewesen, saemtliche VCR-Steuerungen wie Schnellvorlauf oder Standbild durchzufuehren. Noetig waren dazu 32 Festplatten mit einer Speicherkapazitaet von jeweils zwei GB. Konkurrent Oracle gab zu bedenken, dass Microsofts PC-basierter Tiger nicht robust genug sei, um interaktives Multimedia effektiv zu betreiben.