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07.10.1994

Mit oder ohne Programmcode von Windows 3.11? IBM praesentiert die Version 3 von OS/2 Mitte Oktober offiziell

MUENCHEN (wm) - Am 11. Oktober 1994 stellt IBM die Version 3.0 des Betriebssystems OS/2 vor. Es ist der erneute Versuch, Microsofts Vorherrschaft bei den PC-Betriebssystemen zu brechen. Mit guten Erfolgsaussichten, schaetzen Tester der aktuellen Betaversion - mit schlechten Chancen, mutmassen Marktbeobachter.

Ab Mitte Oktober kann IBM mit Fug und Recht behaupten, ein funktionsfaehiges 32-Bit-Betriebssystem fuer Desktops im Angebot zu haben. Microsoft kann mit Windows 95 nicht vor Mai oder Juni naechsten Jahres nachziehen.

Privaten PC-Benutzern beziehungsweise kleineren Firmen bietet IBM das neue OS/2 in einer abgespeckten Version an, die auch auf einem Rechner mit 4 MB Arbeitsspeicher genutzt werden kann. Daneben werden eine Client- und eine Server-Version mit einem Arbeitsspeicherbedarf von 8 MB erhaeltlich sein. Noch dieses Jahr soll ein OS/2 fuer Rechner mit parallel geschalteten Prozessoren (OS/2 Symmetric Multi-Processing) folgen.

Unklar ist bis heute, ob OS/2 3.0 mit oder ohne Windows-Emulation ausgeliefert wird. Die bisher angebotene Betasoftware hatte keinen Windows-Code; wer Windows-Programme nutzen wollte, musste sich das Betriebssystem zusaetzlich einspielen. Die CW-Schwesterpublikation "Infoworld" berichtet nun, dass IBM auch eine Version mit Windows- Code anbieten werde, liess aber offen, wann das der Fall sein wird. Entscheidend fuer die weitere Verbreitung von IBMs PC- Betriebssystem sei aber die Zahl der Programme, die direkt unter OS/2 laufen. Bei IBM wachsen inzwischen die Hoffnungen auf die Portierungsabsichten der Softwarehaeuser: Haetten die Entwickler ihre Programme erst einmal auf Microsofts 32-Bit-Betriebssystem Windows 95 umgeschrieben, dann sei es ein leichtes, diese Software auch auf OS/2 zu portieren.

Eine Darstellung, der zumindest ein Software-Entwickler in der "Infoworld" widersprach: "Die Programmier-Schnittstellen zwischen den beiden Betriebssystemen sind sehr unterschiedlich und machen die Portierung kompliziert."