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05.10.1984 - 

Softwareauswahl für die Endbenutzerdatenverarbeitung:

Mit "offenem" System flexibel bleiben

Heinz G. Schild, Dr. Schild & Partner, Unternehmensberater, Bonn

Unter Endbenutzerdatenverarbeitung wird hier der weitgehend selbständige Einsatz des Computers durch Führungskräfte und Fachspezialisten zur Unterstützung ihrer Planungs- und Steuerungsaufgaben verstanden. Dabei unterscheidet man zwischen mehreren Nutzungsarten und Einsatzfeldern.

Das Softwareangebot für die Endbenutzerdatenverarbeitung umfaßt im wesentlichen drei Kategorien:

- Sammlungen von Programmen oder Unterprogrammen, sogenannte Methodenbanken, eventuell ergänzt um einen Rahmen für die Unterstützung der Ablaufsteuerung;

- geschlossene Systeme, das sind nonprozedurale Sprachen, deren Sprachumfang durch Endbenutzer weder modifiziert noch erweitert werden kann; sie gliedern sich in drei Typen, nämlich Planungssprachen, Query-Sprachen im Zusammenhang mit Datenbank-Managementsystemen und Bürosoftware für den Mikrorechnereinsatz;

- offene Systeme, die sich um eine interaktive prozedurale Endbenutzersprache, in der Regel APL, ranken, ergänzt um nonprozedurale Pakete, geschrieben in dieser Programmiersprache und daher durch die Endnutzer beziehungsweise deren Betreuer leicht veränderbar.

Welche Softwarekonfiguration jeweils geeignet ist, hängt von der Einsatzbreite und Vernetzung der Anwendungen, dem Umfang und der Struktur der Endbenutzerpopulation und der Intensität der verfügbaren Endnutzerbetreuung ab.

Soll ein umfangreiches Anwendungsspektrum und eine große Nutzerzahl versorgt werden, empfiehlt es sich, ein offenes System mit APL als Basis zu verwenden. Dabei kann es zweckmäßig sein, das eventuell vorhandene Datenbank-Managementsystem einzubeziehen und als Endgeräte Mikrorechner mit ihrer Software einzusetzen.

Für andere Szenarien können Query-Sprachen allein oder Mikrorechnersoftware allein gute Lösungen darstellen.