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Höhere Programmiersprache für Mikrocomputer:


26.09.1980 - 

Mit PASCAL auf Fehlersuche

Nahezu alle Mikrocomputersysteme verwenden mittlerweile höhere Programmier-sprachen, unter denen sich Pascal - was die Akzeptanz betrifft - eine leichte Favoriten-stellung erobert hat. Hier ein Beitrag über Pascal für Mikrocomputer von Peter Klis, Systemingenieur aus Planegg bei München:

Die Vorzüge der Programmiersprache PASCAL sind strukturierte Programmierung, verbessertes Design, einfache Wartung und daraus resultierend reduzierte Softwarekosten. PASCAL wurde erst in den 70er Jahren von Professor Wirth an der Technischen Hochschule Zürich entwickelt. Die "Wirth"-Sprache ist nach dem französischen Philosophen Pascal benannt worden.

Bei der Entwicklung von Pascal wurde das Ziel verfolgt, eine klar definierte Programmiersprache zu schaffen, die strukturierte Programmierung unterstützt. Da Pascal kraftvolle Elemente hat, wird ihr nicht nur bei technischen Anwendungen, sondern auch bei kommerziellen Aufgaben der Vorzug gegeben.

Kraftvolle Elemente

Betrachtet man die Gesamtkosten eines Programmes während seiner Lebenszeit, so muß man nicht nur die Zeiten für den Programmentwurf, sondern auch die der Codierung, des Testens, der Fehlersuche und der Wartung berücksichtigen. Die Verwendung der Sprachelemente bei Pascal bewirken in allen vier Bereichen eine Senkung der Softwarekosten.

In der Entwurfsphase fördert die Blockstruktur Pascals (Abbildung 1) den modularen Aufbau und die Topdown-Entwurfstechnik der Programme. Zum Beispiel müssen zuerst alle Datentypen definiert werden, bevor der Ablauf des Programmes codiert werden kann. Dieser wird in zwei Module oder Blöcke aufgeteilt, die jeweils nur einen Ein- und Ausgang haben. Die Vorteile der strukturierten Methode bestehen darin, daß die Programme einfacher zum Laufen gebracht werden können und sich Fehler leichter finden lassen, da das Programm mit voneinander unabhängigen Moduln verknüpft wird. Dies fördert die Effektivität bei der Programmentwicklung und steigert die Leistungsfähigkeit eines Programmierteams. Während der Codierphase versorgt Pascal den Anwender mit strukturierten Anweisungen für die Programmsteuerung wie "IF-THEN-ELSE", "WHILE" oder "REPEAT", mit denen es möglich ist, das Programm einfach und logisch ohne GOTO-Anweisungen niederzuschreiben. Dieser Ablauf der Steuerelemente bildet einen natürlichen Schutz gegen logische Fehler.

Mit dem Aufbau von Datentypen wird der Anwender gezwungen, nicht nur in Begriffen wie "REAL" oder "INTEGER" zu denken. Dadurch wird die Selbstdokumentation eines Programmes unterstützt. Gleichzeitig werden dem Compiler Anhaltspunkte für widerspruchsvolle Angaben gegeben; dies wiederum spart Programmtestzeit. Hierzu läßt sich sagen, daß der Programmierer mit den Daten und Steuerelementen von Pascal ein Werkzeug in der Hand hat, mit dem er die Logik eines Programmes leicht und verständlich gestalten kann.

Pascal wurde speziell darauf getrimmt, dem Anwender das schnelle Entdecken von Codierfehlern zu ermöglichen. Während der Übersetzung und Abarbeitung des Programmes unterstützen entsprechende Ausgaben die Fehlersuche.

In Abbildung 2 sind die Softwarekosten eines Programmes über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg dargestellt. Der Löwenanteil von rund 40 Prozent entfällt auf die Wartung, etwa das Anpassen des Rechners auf neue Gegebenheiten in der Produktion. Pascal bietet durch seine hohe Lesbarkeit der Anweisungen und Datenstrukturen auch dann einen unschätzbaren Vorteil, wenn das Programm von anderen als dem Entwickler gewartet werden muß.