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10.09.1999 - 

Ostfriesen-Mischung schließt Medienbrüche

Mit Pen-PCs brühwarm auf den Ladentisch

10.09.1999
MÜNCHEN (CW) - Bei der Ostfriesischen Tee Gesellschaft (OTG) aus Seevetal bei Hamburg läuft die Auftragsabwicklung von der Aufnahme der Bestellungen bis zur Übergabe an die Kommissionierer papierfrei und nahezu vollautomatisch ab. Mit Hilfe von "Pen-PCs" lassen sich Medienbrüche vermeiden: Die Übertragungsfehler werden weniger, die Lieferzeiten kürzer.

Die Außendienstmitarbeiter der OTG können bei Vertreterbesuchen in Verbrauchermärkten Papier und Kuli getrost vergessen: Sie geben die Bestellungen und Wünsche der Marktleiter mit einem elektromagnetischen Stift direkt über das Display in ihren Pen-PC ein. Dabei handelt es sich um Modelle der "Stylistic"-Reihe von Fujitsu Personal Systems Inc., Santa Clara, Kalifornien. Zu einem späteren Zeitpunkt können die Mitarbeiter dann die gesammelten Daten über das integrierte Modem an die Zentrale schicken.

Für die Übermittlung der pro Tag mehr als 25 000 Auftragspositionen hat die OTG unter einer einheitlichen Rufnummer sechs Telefonleitungen eingerichtet. An deren Ende nehmen zwei PCs die Bestellungen entgegen und leiten sie an einen mobilen Datenverarbeitungs-(MDV-)Server weiter. Nach einer automatischen Plausibilitätskontrolle durch ein selbstgestricktes Programm und einer anschließenden manuellen Prüfung gehen die Daten an das ERP-System von JBA auf den unternehmenseigenen AS/400-Mainframes. Endstation ist das Lager, wo Kommissionierer die Lieferungen zusammenstellen und den Abtransport der Ware vorbereiten.

Vor den Pen-PCs verwendete die OTG mobile Datenerfassungssysteme, die nach Aussage von Godehard Schwerhoff, DV-Leiter bei der OTG, permanent abstürzten und bei der Verarbeitung überfordert waren. Die Daten wurden abends vom Papier in die Rechner eingegeben und per Akustikkoppler an die Zentrale geschickt. Mit der neuen Lösung lassen sich jetzt Übertragungsfehler vermeiden und Lieferzeiten von durchschnittlich vier Tagen erreichen.