Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

14.09.2001 - 

Betriebssystem läuft nur auf PDAs mit ARM-CPU

Mit Pocket PC 2002 adressiert Microsoft Firmenkunden

MÜNCHEN (CW) - Im umkämpften Handheld-Markt setzt Microsoft nun verstärkt auf den professionellen Anwender. Das neue PDA-Betriebssystem "Pocket PC 2002" verfügt über eine Reihe von Funktionen zur Einwahl in Firmennetze und erkennt Handschriften.

Ähnlich wie in allen anderen Windows-Produkten integrierte Microsoft auch in das Kleinrechnerbetriebssystem eine Reihe zusätzlicher Software. So enthält Pocket PC 2002 neben den bisherigen Programmen Excel, Word, Windows Media Player und Internet Explorer nun auch einen Instant-Messaging-Client. Mit neuen Funktionen wie der Unterstützung von Virtual Private Networks (VPNs) versucht der Hersteller bei professionellen Anwendern zu punkten, die per PDA aufs Firmennetz zugreifen wollen. Zum Verwalten verschiedener Netzwerkverbindungen steht dem Nutzer ein verbesserter Connection-Manager zur Verfügung.

Einwahl ins FirmennetzPocket PC 2002 unterstützt GSM-Netze, Wireless-LANs sowie Bluetooth und Datenübertragungen via Infrarotschnittstelle. Auch das Login hat der Softwarekonzern verbessert: Über den neu hinzugekommenen Terminal-Server-Client kann sich der Nutzer einfacher als bisher in remote Windows-2000-Server einklinken. Statt des bisher vierstelligen Zugangscodes lassen sich PDAs nun mittels eines alphanumerischen Passworts vor unerlaubter Benutzung schützen. Außerdem veröffentlichte Microsoft einige APIs, sodass Anbieter von Antivirenwerkzeugen Sicherheitssoftware in der Lage sind, für diese Betriebssystemplattform zu schreiben.

Pocket-PC-Anwender haben künftig die Möglichkeit, mit kurzen Sprachnachrichten auf E-Mails zu antworten: Hierzu nimmt der Nutzer einen kurzen Text auf, der als Dateianhang über "Pocket Outlook" versendet wird. Darüber hinaus hat Microsoft sein Betriebssystem mit der Handschriftenerkennungssoftware "Graffiti" versehen, die bereits auf den Geräten des Erzrivalen Palm Inc. läuft. Gegen den Wettbewerber AOL richtet sich der Instant-Messaging-Client "MSN Messenger". Der Online-Dienst bietet seit einiger Zeit eine PDA-Version des populären "AOL Instant Messenger" an.

Ganz aus den Augen verlieren will Microsoft die Konsumenten allerdings doch nicht: So sorgen eine neue Lesersoftware für elektronische Bücher und der bereits erwähnte Windows Media Player 8 für Unterhaltung. Mit Letzterem lassen sich zum Beispiel kleine Filme in Fullscreen anschauen. Pech, wer sich PDAs wie etwa den "Jornada 520" mit SH3-Chip oder einen Casio-PDA mit Mips-CPU gekauft hat, denn diese und andere Geräte unterstützt das neue Pocket-PC-System nicht mehr. Nur auf Minirechnern mit "ARM4"-Prozessor läuft die Betriebssoftware noch. "Kunden älterer Jornada-PDAs erhalten einen Preisnachlass bei Erwerb eines neuen Modells", verspricht der Hersteller Hewlett-Packard - so viel zum Thema Investitionsschutz. Besser soll es Compaq-Kunden gehen. Von jetzt an bis Anfang Oktober können "Ipaq"-Besitzer ihre Rechner kostenlos mit dem neuen Betriebssystem ausstatten. Dann sind 30 Dollar für ein Upgrade zu entrichten. Das Betriebssystem ist ab 4. Oktober im Handel.