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25.06.1976 - 

(...)-CII und Telemecanique

Mit SEMS in eine neue Mini-Zukunft

GRENOBLE - Der größte europäische Prozeßrechnerhersteller soll (Société Européene de Miniformatique et de Systemes) heißen: darauf haben sich die beteiligten Industrie-Unternehmer unter der Führung von Thomson CSF und das französische Industrieministerium ge(...)nigt. Das Unternehmen entsteht durch Fusion der Telemecanique Inforrmatique SA mit der Minicomputerabteilung von CII und wird nach den bisherigen Plänen die Minicomputerserien Mitra (CII) und Solar (TEI) weiter fertigen und vertreiben. Die EMS wird außerdem eine Tochtergesellschaft gründen, die die bisherigen Aktivitäten der CII bei militärischen (...)-Anwendungen fortführt.

SEMS wird rund 1800 Mitarbeiter haben und einen Jahresumsatz von knapp 200 Millionen Mark (1976) erzielen. Bei einer geschätzten Wachstumsrate von 30 Prozent wird für 1980 ein Umsatz von 500 Millionen Mark angeeilt.

Im Hintergrund: Thomson

Thomson, bisher CII-Aktionär, wird aber eine neue Holdingsgesellschaft (...)ehrheitlich sowohl bei der SEMS wie in der neuen Firma SIELL beteiligt ein, die das lange umstrittene Werk Toulouse von CII übernehmen wird. Thomson ist - so wurde auf einer Pressekonferenz der TEI in Grenoble erklärt - nicht nur selbst (beispielsweise für Radaranlagen oder Verkehrssteuerung) ein großer Minicomputer-Abnehmer: Das Unternehmen will sich nach Übernahme der Telefonaktivitäten der französischen ITT und

einer Kooperation mit dem schwedischen Telefonunternehmen Ericsson jetzt auch im Bau von Nachrichtenvermittlungsrechnern engagieren. Der Elektrokonzern war bisher im DV-Bereich selbst nur mit der Produktion der Bildschirmgeräte TVT 6000 aktiv.

Auf Export angewiesen

Deutschland wird für die SEMS einer der wichtigsten Märkte sein: "Wenn man am heimischen Markt schon 50 Prozent Anteil hat" - so argumentierten die Franzosen - "ist

man auf Export angewiesen." Nach TEI-Schätzungen sind in der Bundesrepublik etwa 30 Prozent aller in Europa verkauften Mini-Computer installiert. Dagegen werden rund ein Viertel aller in Deutschland verkauften Minis wieder exportiert - beispielsweise in Verbindung mit Maschinen- oder Anlagenlieferungen.

Ziel: "Multicomputer-Anwendungen"

Die TEI-Manager, die sich mit der Solar-Reihe in der SEMS einen technischen Vorsprung vor der Mitra-Familie ausrechnen, setzen für die gemeinsame Zukunft auf "Multicomputer-Anwendungen", Online-Systeme, ein Multiprozessor-Design und - wegen der stetigen Verbilligung von Speicherchips - auf Minis, die bei Bedarf auf bis zu 2 MB Hauptspeicherkapazität ausgebaut werden können.