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Winterthur-Versicherungen:


11.03.1983 - 

Mit Telepac-Versuch fast wunschlos zufrieden

WINTERTHUR (sg) - Zufrieden zeigt man sich bei den Winterthur-Versicherungen über die Ergebnisse eines demnächst als beendet anzusehenden, achtmonatigen Feldversuches mit Telepac, dem Paketvermittlungsnetz der Schweizerischen PTT.

Die Winterthur-Versicherungen waren einer der wenigen potentiellen Großanwender, die sich um die Nutzung des derzeit noch in der Versuchsphase stehenden Telepac bemühten. Sie waren aber auch einer der wenigen Anwender überhaupt, der neben den selbstverständlich am Telepac stark interessierten Hardwarefirmen den Betriebsversuch für eine Neuorientierung der eigenen Organisation zu nutzen wagte.

Bei diesem Feldversuch stand je ein Terminalsystem ITT 3286 in den Generalagenturen Luzern und Burgdorf sowie eines am Hauptsitz der Gesellschaft in Winterthur, wo auch ein ITT 3809 Front End Processor installiert ist, im Einsatz. Als Übermittlungsprocedur diente das 3270 BSC Protokoll, unter softwaremäßiger Vorlagerung der X-25 Layer. Die dafür erforderliche Hard- und Software wurde durch die MDS (Schweiz) AG geliefert.

Die Ergebnisse, das darf nicht übersehen werden, wurden mit dem Pilotnetz Telepac, das heißt mit einem seitens der PTT ohne Netzgarantie ablaufenden Versuchsbetrieb, gewonnen. Das schloß allerdings auch aus, die Netzverfügbarkeit, die bei realistischer Einschätzung aber etwa 98 Prozent betragen dürfte, zu testen.

Nach Meinung der Winterthur erwies sich die mit dem Telepac getestete Übermittlungstechnologie als ausgereift. Auch galt es die im Feldversuch eingesetzte Hardware ITT 3809 FEP und 3280, sowie die darauf mit dem X.25-Protokoll, entsprechend den Empfehlungen der CCITT, laufende Software zu testen. Alle Hard- und Softwarekomponenten arbeiteten von Anfang an problemlos und ließen sich ohne jede Programmanpassung in die bestehende, über Jahre im lokalen Netzwerkbetrieb bewährte Organisation einfügen.

Damit aber war denn auch bereits eine der anvisierten Grundvoraussetzungen, nämlich dem vom zentralen Computer weit entfernten Benutzer, den am Hauptsitz der Gesellschaft längst zur Tagesordnung gewordenen Komfort augenblicklicher Auskunftsbereitschaft zu vermitteln, erreicht. Und wenn sich dann noch herausstellt, daß das Telepac auf größere Entfernungen erheblich kostengünstiger ist, als jede andere Art der bis dato möglichen Verbindung von Terminal und Computer über das öffentliche Netz, dann bleiben nicht mehr viele Wünsche offen.

Mit einem Blick auf den an diesem Feldversuch beteiligten Hard- und Softwarelieferanten MDS, welcher in der Schweiz als exklusiver Vertreter für Kommunikationsrechner und Terminalsysteme der ITT auftritt, konnte die Winterthur feststellen, daß der Anschluß an Telepac ohne zusätzliche Hardware auskommt. Denn der mit dem Terminalsystem der ITT gelieferte Controller kommt, dank Softwaresteuerung, ohne die ansonsten übliche Black box aus. Die Software wird einmalig via Diskette geladen. Die Software erweise sich als so flexibel, daß damit auch noch andere Übermittlungstechniken und Protokolle bedient werden könnten.

Zu beklagen war nur, daß in Ermangelung einer genügend großen Zahl von Praxistests anderer Firmen keinerlei Erfahrungsaustausch über die Belastbarkeit des Telepac-Netzes möglich war. Ein Punkt, dem in Zukunft vor allem seitens der PTT Beachtung geschenkt werden sollte.