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07.01.1994

Mit Teletutor und Learnercard ins neue Bildungszeitalter Berliner SW-Haus ermoeglicht bereits europaweites Lernen

BERLIN (ms) - PCs sind nur dann gefragt, wenn es um spezielle Themen wie DV-Schulungen geht. Doch neue wirtschaftliche Strukturen verlangen nach modernen Bildungsmoeglichkeiten. Diese in praxi umzusetzen wird auch eine Aufgabe in den Chefetagen der Unternehmen sein.

Mit einer europaweiten Konferenz wollte die Condat GmbH auf neue Ausbildungsmethoden aufmerksam machen. Waehrend das Fernlernen ueber den PC in anderen Laendern bereits gang und gaebe sei, haenge man in Deutschland immer noch an der klassischen Weiterbildung, urteilt Petro Schaeffer, Geschaeftsfuehrer des Berliner Softwarehauses. Mehrtaegige Seminare wuerden jedoch nicht nur die Arbeitskraefte von der "realen Situation" - dem Arbeitsplatz - fernhalten. Vor allem waeren die hohen Kosten die Achillesferse der Unternehmen. Dabei liege das Gute so nahe - "Telematic Based Training" genannt.

Das Berliner DV-Haus beschaeftigt sich nicht erst seit heute mit dieser neuen Lehr- und Lernart. Seit 1989 wirkt das Unternehmen an verschiedenen Delta (Developing European Training through Technology Advance)-Projekten mit - einem Foerderprogramm der Europaeischen Gemeinschaft.

Kuenftig soll Europa im Fernunterricht gemeinsam lernen und somit "schneller zueinanderfinden", hoffen die Initiatoren. Ueber Satelliten, ISDN und Computer-Conferencing werde der (Tele-)Tutor in nicht allzu weiter Ferne ueber den PC oder die Workstation in die Firmen und Institutionen kommen. Dabei spiele es keine Rolle, wo der Wissensdurstige beheimatet sei, behauptet Projektleiter Friedrich von Stachelsky. Multimedia - "ohne Zweifel das populaerste Anwendungsgebiet" - mache es moeglich.

Im Mai 1993 startete der Moabiter Softwerker einen ersten Versuch, europaweit Weiterbildungskurse TV-Live ueber den Erdball zu schicken: "Multimedia Communication and Network" wurde aus Montpellier per Satellit in die Geschaeftsraeume des DV-Hauses gesendet. Angeschlossen an das "virtuelle Klassenzimmer" waren Stationen in Uppsala, Oslo, Paris sowie London, Madrid und Bruessel.

Eine gelungene "erste Schulstunde", lobten die internationalen Teilnehmer. Zumal der Einsatz von unterschiedlicher Technik "keine ernsten Sorgen bereitet", resuemierte von Stachelsky.

Auch einfache Bildtelefone mit zwei ISDN-Kanaelen oder Online- Hilfen (eine Telefonleitung und Datenleitung) wuerden sich fuer kurze Uebertragungen eignen. Eine exzellente Bildqualitaet sei jedoch nur ueber mehrere Kanaele (6 x 64 KB) zu erreichen.

Das "einfache Delta-Konzept" ermoegliche nicht nur "gemeinsames Lernen in den Unternehmen der Regionen und ueber deren Grenzen hinaus", so Geschaeftsfuehrer Schaeffer. Es sei vor allem "erheblich kostenguenstiger, als Videokonferenzen ueber Glasfaser zu schicken".

Neuestes Ergebnis des Berliner Softwarehauses ist die "Leaner Card" - eine multifunktionale Chip-Karte - und gleichzeitig "persoenliches Arbeitsmittel" fuer den Nutzer. Sie enthaelt nicht nur Informationen ueber die genutzte Lernumgebung wie Hard- und Software sowie moegliche Bildungskurse etc.

Dabei gehen die Softwarebauer noch einen Schritt weiter: Weg von den zahlreichen Plastescheiben fuer die unterschiedlichsten Dienstleistungen, hin zum Universalmagnetstreifen, der viele Servicewuensche erfuellen kann.