Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

28.07.1978 - 

Programmpaket für die Elektro-Branche:

Mit VERU enlfällt die Sekundär-Erfassung

BREMEN (sf) - Ein Programmsystem zur Erfassung und Dokumentation von Verdrahtungsdaten hat Krupp Atlas-Elektronik, Bremen, entwickelt. Mit "VERU" (von "Verdrahtungsunterlagen") wird die Sekundärerfassung von Verdrahtungsdaten überflüssig. Das Programmpaket erfordert hardwareseitig ein Datensammelsystem X 1160 von Philips. M. Gass, J. Kettler und Dr. F. Weinhold* erläutern den Programmaufbau:

In Unternehmen der Elektro- und Elektronikbranche, die zum Beispiel Datenverarbeitungs-, Regelungs- und Simulationssysteme herstellen, fallen große Mengen an Verdrahtungs- und Verkabelungsinformationen an. Ihre Dokumentation stellt sehr oft einen Engpaß dar, da bis zur Auslieferung der Anlage oder des Gerätes häufig Änderungen an der Verdrahtung vorgenommen werden müssen. Wird die Information darüber nicht lückenlos und gleichzeitig allen beteiligten Stellen mitgeteilt, liegen an unterschiedlichen Stellen Teildokumentationen mit verschiedenem Änderungszustand vor. Das führt zu aneinander vorbeilaufenden Einzelentwicklungen, und das Erstellen der endgültigen Verdrahtungsdokumentation erweist sich als kaum mehr fehlerfrei durchführbares Unterfangen.

Es empfiehlt sich deshalb, nicht erst kurz vor Auslieferung des Produktes mit der Dokumentation zu beginnen. Wird die Verdrahtung nämlich frühzeitig in Labor und Konstruktion erfaßt, liegt von Anfang an ein gesicherter Datenbestand vor, in den zentral sämtliche Änderungen im Laufe der Entwicklung und Erprobung bis hin zur Auslieferung einfließen können. Aus diesem Datenbestand lassen sich jederzeit die Unterlagen abrufen, die für den jeweiligen Bauzustand gebraucht werden.

Wesentlich daran ist, daß

þfür alle zu erstellenden Unterlagen die benötigten Daten aus einer einzigen Quelle entnommen werden und

þdie Daten von demjenigen eingegeben werden, der sie erzeugt.

Bei diesem Vorgehen müssen keine formalen Eingabeunterlagen ausgefüllt werden. Die Daten sind nicht schriftlich aufzubereiten, und es werden keine Zusatzerläuterungen benötigt, da der jeweilige Bearbeiter sich selbst "seine Daten" nicht zu erklären braucht. Er kommt mit den ihm geläufigen Strichplänen, Hilfszeichnungen und Handzetteln aus. Es entfällt das weit verbreitete Eintragen der Daten in Eingabeformulare, von denen sie in der Regel von einer sachunkundigen Datatypistin erfaßt werden. Dieses zweimalige Bearbeiten derselben Daten ist zeitraubend und fehlerbehaftet.

Mit der momentanen X 1160-Konfiguration, die den Bedürfnissen der Entwicklungs- und Konstruktions-Abteilungen angepaßt ist, wird normalerweise parallel an zwei, maximal drei Verdrahtungseinheiten gearbeitet. Daneben wird über sechs Erfassungsplätze die Massendatenerfassung des Werkes sowie an weiteren acht im Werk verstreuten Plätzen eine Vielzahl zum Teil komplexer Sachbearbeiter-Aufgabenstellungen der Ein-/Ausgabe und des Abfragens sowie Datei-Update vom DSS abgewickelt.

Die Wartezeiten bei Datei-Zugriffen sind trotz dieser hohen Systembelastung gemessen an den Response-Zeiten größerer Rechner, überraschend gering - sie wären bei der Verwendung eines DSS ausschließlich für die Wartung von mehreren VERU-Dateien zu vernachlässigen.

*M. Gass und Dr. F. Weinhold sind Mitarbeiter bei Krupp Atlas J. Kettler ist Leiter des Hochschulrechenzentruns in Bayreuth