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24.04.2006

Mit vPro will Intel Firmenkunden gewinnen

Neue Desktop-Plattform soll sparsam und leicht zu verwalten sein.

Mit "vPro" hat Intel eine weitere PC-Plattform vorgestellt, die primär für Unternehmen konzipiert ist. Der Chiphersteller positioniert die "Intel Professional Desktop Platform" - dafür steht vPro - als Ergänzung zu den PC-Plattformreihen "Centrino" und "Viiv".

Ähnlich wie beim Centrino betont das Unternehmen auch bei vPro nicht die Leistung des Prozessors an sich, sondern versucht sich als Lösungsanbieter darzustellen. Liegt bei Centrino der Fokus auf dem Thema Mobility, so steht bei vPro das Management des PC über das Netz im Vordergrund.

Kostensenkung im Mittelpunkt

Es geht laut Intel darum, die Gesamtkosten für Arbeitsplatzrechner zu senken. Hierzu verknüpft der Hersteller CPU, Chipsatz und Netzschnittstelle sowie Techniken wie Virtualisierung und Active Management. Laut Patrick Gelsinger, Senior Vice President der Intel Digital Enterprise Group, erschließt diese Verknüpfung für den Business-Anwender neue Möglichkeiten wie ein vorbeugendes Sicherheits-Management sowie einen effizienteren PC-Support.

Dadurch, dass Intel Management-Agenten bereits in den Chipsatz integriert, sollen IT-Administratoren künftig in der Lage sein, PCs auch im ausgeschalteten Zustand aus der Ferne zu verwalten und zu konfigurieren. Ebenso soll ein Out-of-Band-Management mit dieser Kombination ohne zusätzliche Hardware realisierbar sein - womit ein Rechner auch ohne funktionierendes Betriebssystem supportet werden könne. Glaubt man Gelsinger, dann lassen sich mit den Management-Features von vPro fast alle PC-Probleme auf Abstand lösen, für die sich der Supportmitarbeiter heute noch zu dem betroffenen Rechner begeben muss.

Die Kombination aus Netzfunktion und Virtualisierung ermöglicht, so der Intel-Manager, aber noch ein anderes Szenario: Netz-Appliances wie Firewalls halten Einzug in den PC und überwachen dort den Datenverkehr. Stellt eine solche virtuelle Firewall beispielsweise aufgrund einer Virenverseuchung ein ungewöhnliches Netzdatenaufkommen fest, so kann sie den entsprechenden Rechner automatisch vom Netz nehmen. Die Fehlerbehebung erfolgt dann über das Out-of-Band-Management per Fernzugriff.

Mehr Leistung, weniger Strom

Laut Intel weist vPro in Kombination mit dem kommenden Prozessor "Conroe" eine dreimal höhere Performance auf als heutige Plattformen. Zudem sei es gelungen, den Stromverbrauch drastisch zu reduzieren. Ein deutsches Unternehmen mit 50000 PCs, so rechnete Gelsinger vor, könne über die gesamte Lebensdauer der vPro-Rechner bis zu 3,5 Millionen Dollar an Energiekosten einsparen.

Für Arbeitsplatzrechner soll die vPro-Plattform im zweiten Halbjahr 2006 verfügbar sein. Im ersten Halbjahr 2007 soll vPro dann auch auf der Mobile-Plattform "Centrino" Einzug halten. (hi)