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25.09.1998 - 

Trägerrakete stürzt ab

Mit zwölf explodierten Satelliten platzen Globalstars Terminpläne

Innerhalb einer Woche landeten die hochfliegenden Pläne zweier Satellitennetz-Betreiber ziemlich unsanft auf dem Boden der Tatsachen. Zunächst mußte Iridium aufgrund einer Vielzahl von Problemen (siehe CW 38/98, Seite 1) den Starttermin verschieben, nun droht Globalstar das gleiche Schicksal, denn die zweite Stufe der Trägerrakete Zenit-2 schaltete sich aus unbekannten Gründen ab und das Transportvehikel stürzte samt Globalstar-Gepäck ab.

Damit verzeichnet der Raketenhersteller Juschnoe den achten Ausfall einer Rakete bei insgesamt 31 Starts. Globalstar greift nun auf optionale Startmöglichkeiten zurück, die das Unternehmen für derartige Fälle mit Raketenherstellern aus Frankreich und den USA vereinbart hat. Ersatzsatelliten sind laut Anbieter bereits in der Fertigung, um die zwölf verlorenen Trabanten zu ersetzen.

In einer ersten Reaktion auf den Absturz hielt sich das Unternehmen noch bedeckt, was die Auswirkungen betrifft. Globalstar-Sprecher David Benton dementierte einen finanziellen Schaden, weil die Satelliten, die pro Stück rund 15 Millionen Dollar kosten, versichert gewesen seien. Er räumte jedoch ein, daß möglicherweise der Starttermin gefährdet ist. Noch hoffen die Betreiber, Ende 1999 das Netz in Betrieb nehmen zu können, dann allerdings mit lediglich 32 Satelliten. Ursprünglich sprach das Unternehmen jedoch stets von einem Start Mitte nächsten Jahres mit 48 Kommunikations- und acht Ersatzsatelliten. An Globalstar ist Loral Space & Communication zu 42, Qualcom zu sechs und Airtouch Communications zu fünf Prozent beteiligt. Weitere Partner mit geringeren Einlagen sind etwa Alcatel und Daimler Benz Aerospcae.