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Studie von Deloitte Consulting untersucht die Auswirkungen internen Wandels


15.08.2003 - 

Mitarbeiter mögen Veränderungen

MÜNCHEN (CW) - Fusionen oder Umstrukturierungen ängstigen oft die Mitarbeiter. Doch wenn Unternehmen ihre Angestellten regelmäßig über den Wandel informieren, können sie den Veränderungen durchaus etwas abgewinnen.

Eine Studie der Unternehmensberatung Deloitte Consulting bringt erstaunliche Ergebnisse zutage: Entgegen der landläufigen Meinung, dass Umstrukturierungen den Unmut der Mitarbeiter fördern, kommen die Berater zu einem anderen Schluss. Zwar verursachen Veränderungen Stress innerhalb der Belegschaft, doch eine intensive interne Kommunikation seitens des Managements motiviert die Angestellten, und sie sehen dem Wandel innerhalb des Unternehmens gelassen entgegen.

Deloitte Consulting befragte in Deutschland, Italien und Großbritannien zirka 1200 Angestellte unterhalb der Management-Ebene aus unterschiedlichen Branchen nach den Veränderungsprozessen in ihren Unternehmen.

Drei Viertel der Befragten sind der Ansicht, dass Umstrukturierungen einen positiven Einfluss auf ihre Firmen haben. Ihrer Ansicht nach steigere der Wandel die Motivation und führe zu einer besseren Arbeitsleistung. Weniger als 20 Prozent glauben dagegen, dass sich ihre Leistung durch die Veränderungen verschlechtert habe. Ganz so optimistisch äußerten sich allerdings längst nicht alle Befragten, denn bei einigen lösen Neuerungen Ängste aus. In Großbritannien verunsichert ein Wandel 40 Prozent der Befragten, in Deutschland und Italien sorgten sich etwa ein Drittel um ihren Arbeitsplatz.

Wie können Manager die Ängste ihrer Mitarbeiter verringern? Indem sie ihre Belegschaft über die Umstrukturierung informieren, empfehlen die Autoren der Studie. "Interne Kommunikation ist eine Management-Aufgabe", erklärt Jörg Schiele, Leiter des Kompetenzbereichs Personal und strategische Organisationsentwicklung bei Deloitte Consulting. Chefs sollten auf eine klare und einfache Sprache achten, um ihre Mitarbeiter über die anstehenden Veränderungen auf dem Laufenden zu halten. Das wünschen sich die Angestellten unabhängig davon, in welchem Industriezweig sie arbeiten. Auch kulturelle Unterschiede sind in dieser Frage zweitrangig. Die Mitarbeiter in einem englischen, deutschen oder italienischen Unternehmen möchten wissen, mit welchen Auswirkungen sie in ihrem Arbeitsumfeld rechnen müssen. Missachten Firmenlenker dagegen die Regeln der Kommunikation und unterrichten die Belegschaft nicht ausreichend oder überhaupt nicht über ihre Pläne, dann wirke sich dies nachteilig auf die Motivation der Mitarbeiter aus, so ein Ergebnis der Studie. "Das führt häufig dazu, dass sich die Stimmung am Arbeitsplatz verschlechtert", erklärt Schiele.

Der Berater empfiehlt Managern, auf drei einfache Prinzipien zu achten: Mitarbeiter erwarten persönliche Wertschätzung, gute Bezahlung und eine eigenständige Unternehmenskultur. Für 95 Prozent der Befragten hängt die Zufriedenheit am Arbeitsplatz direkt von der persönlichen Wertschätzung ab. Ähnlich wichtig stufen Mitarbeiter die Entlohnung ein. 87 Prozent waren der Ansicht, dass sie mehr Gehalt erhalten sollten. (iw)