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08.03.2006

Mitbestimmung ist kein rotes Tuch mehr

Nach dem Ende des IT-Booms fragen sich mehr Mitarbeiter, wie sie ihre Interessen vertreten können.

Gerade haben sich die deutschen SAP-Mitarbeiter mit großer Mehrheit gegen die Wahl eines Betriebsrates ausgesprochen. Deutschlands größter Softwarehersteller wird also auch in Zukunft ohne diese Form der Interessenvertretung auskommen. In der restlichen Branche sehen viele Mitarbeiter das Thema Mitbestimmung im neuen Licht, wie eine empirische Untersuchung von Andreas Boes und Katrin Trinks nahe legt. Die Wissenschaftler vom Münchner Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung (ISF) befragten Mitarbeiter, Manager und Betriebsräte in sechs IT-Firmen. Ein Ergebnis: IT-Mitarbeiter legen zwar nach wie vor Wert auf Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung in der Arbeit, begegnen aber dem Thema Betriebsrat offener.

Noch in der Boomphase bis zum Jahr 2000 schien eine kollektive Interessenvertretung überflüssig; mit der anschließenden Krise begann das Umdenken. Dazu Boes: "Die Mitarbeiter haben ein gestiegenes Interesse, die ,Übergriffe‘ der Arbeit auf das Leben zu begrenzen. Vor allem die hoch qualifizierten Beschäftigten verändern ihre Einstellung zum Unternehmen. Sie suchen nach neuen Möglichkeiten, ihre Interessen zu artikulieren und zu wahren." In der Vergangenheit seien sie häufig in Konflikt mit der Orientierung der Unternehmen am Shareholder Value und mit Kostensenkungsprogrammen geraten. (am)