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12.11.1982

MITI: Im Inselreich gibt es bei Hard- und Software "viel zu tun" Japan fördert DV-lndustrie mit Nachdruck

TOKIO (VWD) - Die Japanische Computerindustrie hat nach Ansicht des zuständigen Ministeriums für Internationalen Handel und Industrie (nicht nur im Softwarebereich noch immer nicht vollständig zur ausländischen Konkurrenz aufgeschlossen. Auch bei der Hardware müsse gerade während der nächsten Jahre "viel getan" werden, um notwendige Entwicklungsarbeiten voranzutreiben.

Das MITI werde daher nicht nur den Softwarebereich fördern, auch wenn dazu im Augenblick detaillierte Pläne bestünden, sondern vor allem auch den Hardwaresektor nicht vernachlässigen. Derzeit fördert das Ministerium nach einer Auflistung die der Direktor der Electronics Policy Division im MITI kürzlich in einem Interview in der Fachzeitschrift "Journal of Japanese Trade and Industry" veröffentlicht hat (dieses Blatt wird zweimonatlich von der Japan Economic Foundation in Tokio herausgebracht), drei Projekte im Hardwarebereich.

Im Januar 1982 habe ein Forschungsprojekt zur Entwicklung eines "high speed electronic computer", der für wissenschaftliche und technische Berechnungen eingesetzt werden soll, begonnen. Über einen Zeitraum von zehn Jahren sollen hier 20 bis 25 Millionen Yen für den Bau eines Rechners aufgebracht werden, der 1000mal schneller rechnen soll als bisher eingesetzte Universalmodelle.

Als Anwendungsbereich nannte das MITI beispielsweise Simulationen von Kernverschmelzungen, eine verbesserte elektronische Wettervorhersage, die für Japan, das in jedem Jahr mehrere Taifune erlebt, von besonderer Bedeutung ist, eine verbesserte Suche nach Bodenschätzen via Satellit und Designsimulationen in Windkanälen.

Ferner wollte man über einen Zeitraum von zehn Jahren zusammen mit führenden Computerherstellern im Inselreich einen Rechner der sogenannten 5. Generation entwickeln. Für dieses Projekt sind Investitionen in einer Gesamthöhe von zehn Milliarden Yen vorgesehen.

Das dritte Projekt, an dem sich das MITI aktiv beteiligt, beschäftigt sich mit der Entwicklung von neuen Elementen in der Computertechnologie. Dazu sollen beispielsweise sogenannte superlattice (Gitter-)Elemente, dreidimensionale Elemente und "umweltunabhängige" Elemente, die etwa gegen Radioaktivität geschützt sind und dadurch in ihrer Funktion nicht beeinträchtigt werden, gehören. Dieses Projekt soll bis 1990 laufen.