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08.02.1991 - 

Auf Initiative von Nordrhein- Westfalen

Mitsubishi erhält EG-Gelder für ein neues Chip-Werk in Aachen

PARIS (IDG) - Zum ersten Mal in ihrer Geschichte wird die Europäische Gemeinschaft ein japanisches Unternehmen - die Mitsubishi Electric Corp. - finanziell unterstützen. Der Aufbau einer 4-Mbit-DRAM-Produktion im nordrhein-westfälischen Aachen wird im en des Regionalförderprogramms "Zukunftsinitiative - Montanunion" mit 5,8 Millionen ECU (etwa 12 Millionen Mark) gesponsert.

Die EG-Vertreter verteidigten ihre Entscheidung damit, daß man japanischen Unternehmen nicht verweigern könnte, was man amerikanischen Herstellern zugestehe. So habe Motorola für ein Werk in Nordirland und Texas Instrument für eine Produktionsstätte in Süditalien ebenfalls Fördermittel erhalten.

Trotzdem muß sich die EG den Vorwurf gefallen lassen, eine wenig konsequente Politik zu betreiben. Schließlich hatte sie den achtgrößten Halbleiter-Hersteller der Welt erst kürzlich wegen seiner Dumpingpreise verurteilt. Außerdem deckt Europa seinen Chip-Bedarf bereits zu 70 Prozent aus japanischer Produktion - ein Umstand, der mit zum Defizit in der europäischen Handelsbilanz, in diesem Bereich geführt hat.

Die Großzügigkeit der Förderer sorgte der CW-Schwesterpublikation "Le Monde Informatique" zufolge für einige Verwirrung. Sie zitiert den französischen Ministerpräsidenten Michel Rocard mit der Frage an den Industrie-Minister Roger Fouroux, "wie denn diese überraschende Entscheidung" mit den Interessen der EG vereinbar sei. EG-Vertreter rechtfertigten sich mit der Feststellung, daß für sie der Begriff "europäisch" alle Unternehmen einschließe, die entweder in Europa produzieren oder entwickeln.