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03.03.2000 - 

Aktiengesellschaft als Nachfolgeregelung

Mittelgroße Betriebe lösen sich immer mehr von der Familientradition

03.03.2000
MÜNCHEN (CW) - Bei der Nachfolgeregelung setzen mittelständische Unternehmen immer seltener auf Familientradition. Statt Geschäfte innerhalb der Familie weiterzugeben, werden häufiger moderne Formen der Unternehmensübertragung wie Börsengang oder Management-Buyout genutzt.

Wie der Leiter der Emissionsberatung und Corporate Finance der Münchner Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner GmbH, Sven Oleownik, erklärte, stehen in Deutschland bis zum Jahr 2004 knapp 400000 familiengeführte Unternehmen vor einer Übertragung. Auf dem Frankfurter "Going Public" schätzte Oleownik, dass sich mit 42,2 Prozent weniger als die Hälfte der neuen Chefs aus dem familiären Umfeld rekrutieren.

Vor diesem Hintergrund biete die Umwandlung von Inhaberunternehmen in börsenfähige Gesellschaften mit abschließendem Börsengang eine "interessante Alternative". Dies gelte vornehmlich für expansiv ausgerichtete Branchenführer sowie für "Hidden Champions", die als Weltmarktführer erheblichen Investitions- und Kapitalbedarf haben. Mit Nachfolgeregelungen ließen sich potenzielle Erbstreitigkeiten und damit lähmende Handlungsunfähigkeit ebenso ausschließen wie die Sorge vieler Firmengründer oder Erben, "ihr Unternehmen" aufgeben zu müssen.

"Über Beteiligungen in Form von Aktienpaketen lassen sich sowohl Verbundenheit als auch Dividenden sichern", betonte der Unternehmensberater. Zudem erleichtere der höhere Freiheitsgrad im Umgang mit Aktienanteilen - im Gegensatz zu GmbH-Anteilen - Firmenpatriarchen oftmals den Rückzug.

Nach Einschätzung von Oleownik ist der Börsengang denn auch "kein Königsweg" bei der Nachfolgeregelung. Nicht in jedem Fall steigen mit der Börsenzulassung die Bewertung und der Umsatz des Unternehmens.

Entscheidend sei vielmehr, dass ein Unternehmen grundsätzlich börsenfähig ist. Damit seien der wachsende Unternehmenswert sowie das entsprechende Potenzial darstellbar. Dies setze eine überzeugende Strategie am Produkt-, Leistungs- und Kapitalmarkt voraus.