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29.11.1996 - 

40 Prozent nutzen das Internet überhaupt nicht

Mittelstand hält nicht viel vom Info-Highway

Im Auftrag des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Wirtschaft und Mittelstand, Technologie und Verkehr befragte die Pallas GmbH zusammen mit der Ziam GmbH und der Interscience GmbH kleine und mittelgroße Unternehmen, wie sie es mit der elektronischen Kommunikation halten. Der Fragebogen wandte sich gleichermaßen an Betriebe mit und ohne Internet-Zugang.

250 Unternehmen wurden angeschrieben und weitere 250 telefonisch befragt. 82 Teilnehmer nahmen schließlich schriftlich oder mündlich an der Untersuchung teil. Beim Telefoninterview wurden die Firmen, die bei der Aktion nicht mitmachen wollten, nach den Gründen befragt. Häufigste Antworten dabei waren laut Studie: "fehlende Einsatzmöglichkeiten" und "fehlendes Interesse an dieser neuen Kommunikationsform".

Die meisten Teilnehmer rekrutierten sich aus Dienstleistungsbetrieben, über 80 Prozent der Auskunftgeber waren männlich, zwischen 30 und 49 Jahren alt und gehörten zur Geschäftsleitung oder zur DV-Abteilung.

Was die Nutzung des Internet angeht, ist es schlecht um den deutschen Mittelstand bestellt. Nur etwa 15 Prozent der Befragten setzen es beruflich "ausführlich" und etwa die gleiche Zahl "mit Interesse" ein, aber 40 Prozent "gar nicht". Intel-Chef Andrew Grove wußte also, wovon er sprach, als er in seiner diesjährigen Comdex-Eröffnungsrede die europäischen Manager dafür kritisierte, daß sie dem Internet aus dem Wege gingen. Immerhin sind aber über 80 Prozent der Umfrageteilnehmer der Meinung, daß der Info-Highway das Medium der Zukunft wird.

Der Anteil der befragten Firmen, die noch keinen Internet-Zugang haben und in der nächsten Zeit auch keinen installieren wollen, betrug etwa 60 Prozent. Auf die Frage nach den Motiven für diese Abstinenz antworteten die Firmen in der Mehrheit, daß ihnen die notwendigen Informationen fehlten und daß sie glauben, über das Internet nicht die richtige Klientel ansprechen zu können.

Diejenigen, die bereits elektronisch Flagge zeigten, begründeten ihr Engagement mit einem erhöhten Informationsbedarf und mit der Möglichkeit, durch Werbung die gewünschte Zielgruppe zu erreichen.

Im einzelnen lag der Nutzungsschwerpunkt bei E-Mail und dem Datentransfer. Die Befragten wollen mit dem neuen Medium sparsam umgehen: Auf die Frage, wieviel sie dafür ausgeben beziehungsweise bereit sind auszugeben, antworteten sie: 100 bis 500 Mark pro Monat.

Als Überraschung wertet die Studie die Aussage der Beteiligten, daß sie die aus dem Internet bezogenen Informationen nicht "im überdurchschnittlichen Maße" zur Entscheidungsunterstützung im Unternehmen einsetzten.