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08.10.1976 - 

Umfrage mit Werbeeffekt

Mittelstand hat Vorurteile

08.10.1976

FRANKFURT - "Sie können einen Computer gewinnen", versprach die Deutsche Olivetti bei ihrer als Umfrage angelegten Werbekampagne in diesem Sommer. Schlußfolgerung nach einer ersten Auswertung der Antwortkarten "Bei mittelständischen Unternehmen bestehen noch große Vorurteile gegenüber Leistungsfähigkeit und Einsatzmöglichkeiten des Computers. Der Computer ist für die meisten Klein- und Mittelbetriebe zum Problem geworden, statt Probleme lösen zu helfen."

61 Prozent (Mehrfachnennungen waren zulässig) aller Befragten gaben an, daß die Anschaffungs- und Betriebskosten eines Rechners einfach zu hoch seien. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) meinte, daß ihr Betrieb für den Einsatz eines Rechners zu klein ist. 27 Prozent antworteten, sie hätten keine Leute, die etwas von einem Computer verstehen. Fast ein Viertel der Befragten (24 Prozent) glaubte, daß es keinen Rechner in der für sie geeigneten Größenordnung gibt. 22 Prozent sahen in dem Computer keine Rationalisierungsvorteile, und immerhin 15 Prozent glauben, daß die Umstellung auf den Rechner bei ihnen zu schwierig ist.

Es gab auch viele lustige Anti-Computer-Argumente: "Es geht nichts über die menschliche Arbeit", "Kopfrechnen ist gesund", "Zuviel input, zuwenig output", "Benötigen Sonder Anfertigung", "Unsere Branche eignet sich nicht",

"Computer haben keine Ideen", "...bringen keinen Umsatz", "... können den Steuerberater nicht ersetzen", "Wir haben keinen Platz dafür" oder "Wir möchten lieber viele junge Sekretärinnen".

Erstaunlich war für Olivetti die Tatsache, daß die Vorurteile mit wachsender Betriebsgröße zum Teil noch zunehmen. Nach Auffassung des Herstellers sind diese Einstellungen auf Informationsmangel zurückzuführen.

Hauptursache sei die "viel zu technologische Argumentation" der meisten

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