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05.11.1999 - 

Standardsoftware/Kommentar

Mix aus Maßanzug und Stangenware

Software-Engineering im Dilemma: Zum einen ändern sich in rasantem Tempo die Geschäftsprozesse und damit die Anforderungen an die Softwareprogramme. Zum anderen halten die meisten Unternehmen an Standardsystemen fest, die sich nur mit hohem Aufwand ändern lassen. Der Preis dafür ist hoch: Die Mehrzahl der Unternehmen klagt über mangelnde Leistungsfähigkeit und Flexibilität ihrer IT-Systeme.

Wie in den 80er Jahren allmählich die Zeit der Individualprogrammierung auslief, so neigt sich nun die Ära der integrierten Standardsoftwarepakete ihrem Ende zu. Auch wenn große Softwarehersteller wie beispielsweise SAP aufgrund ihrer Marktmacht heute noch den Standard bestimmen, die Zukunft wird ganz anders aussehen. Und Größe allein ist im Internet-Zeitalter kein überzeugendes Argument mehr.

Ein Mix aus Maßanzug und Stangenware ist gefragt, der goldene Mittelweg zwischen teurer Individualprogrammierung und monolithischen Softwarepaketen. Deshalb werden sich modulare Technologie-Architekturen für Unternehmensapplikationen durchsetzen. Sie sind variabler, kostengünstiger und ermöglichen eine Individuallösung auf der Basis von erprobten, wiederverwendbaren Komponenten.

Der Automobilbau bietet sich als Vorbild an. Hier kann der Kunde schon lange auf Basis von Modellplattformen sein Wunschfahrzeug zusammenstellen und Ausstattungskomponenten sowie Funktionen nach seinem persönlichen Geschmack auswählen. Industrielle Fertigung mit hoher Variantenvielfalt heißt auch der Trend in der Software-Entwicklung.

Edgar Schüber, Vorstand Xcc Software AG, Karlsruhe