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22.08.2003 - 

Service-Provider-Geschäft wieder profitabel

Mobilcom schafft die Wende

MÜNCHEN (CW) - Nach einem operativen Konzerngewinn im ersten Quartal 2003 hat die Mobilcom AG nun nach elf Verlustquartalen in Folge im Ende Juni abgeschlossenen zweiten Quartal erstmals auch wieder in ihrer Mobilfunksparte schwarze Zahlen geschrieben.

Wie die Telefongesellschaft mitteilte, erzielte der wieder als Kerngeschäft definierte Bereich Service-Provider, also der Vertrieb von Handy-Verträgen im Auftrag der einschlägigen Netzbetreiber, in der zurückliegenden Berichtsperiode ein Plus von 13,5 Millionen Euro vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda). Im vorangegangen Quartal hatte Mobilcon für den Bereich noch einen Verlust von 5,2 Millionen Euro ausgewiesen, im Vorjahreszeitraum wurde ein Ebitda-Minus von 21,5 Millionen Euro verbucht.

Das im schleswig-holsteinischen Büdelsdorf ansässige Unternehmen führt den Erfolg auf die Bereinigung der Kundenbasis und die Einführung einer neuen Tarifstruktur zurück. "Es hat alles geklappt, was wir uns vorgenommen haben", freute sich Vorstandschef Thorsten Grenz vergangene Woche bei der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal. So ging zwar die Zahl der Mobilfunkkunden durch Abwanderung, Ausbuchung und weniger neuen Abonnenten gegenüber dem ersten Quartal um 300000 auf 4,2 Millionen zurück. Durch den Anstieg des durchschnittlichen Umsatzes pro Kunden (ARPU) um fast zwei Euro kletterten jedoch die Einnahmen dieser Sparte im sequenziellen Vierteljahresvergleich von 321 auf 329 Millionen Euro. Viele Analysten sehen die bröckelnde Kundenbasis jedoch kritisch und monierten, Mobilcom habe sich die guten Zahlen durch geringere Marketing- und Vertriebsaufwendungen erkauft.

Insgesamt kam Mobilcom im zweiten Quartal auf ein Konzernergebnis von 3,6 Millionen Euro nach einem Fehlbetrag von 172,8 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz reduzierte sich jedoch wegen des anhaltenden Preisverfalls im Festnetzbereich von 519,9 auf 446,9 Millionen Euro. Die Börse quittierte die jüngsten Mobilcom-Zahlen am Tag der Bekanntgabe mit einem Kursanstieg um 3,2 Prozent auf 9,73 Euro.

Vorstandschef Grenz kündigte an, bis Jahresende die Kundenzahl im Service-Provider-Geschäft "stabilisieren" zu wollen. Zur strategischen Neuausrichtung, insbesondere zu dem von den Gläubigerbanken geforderten Verkauf der profitablen Internet-Tochter Freenet wolle man aber erst im Herbst "Position beziehen". (mb/gh)